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Fragmente und Spuren nichteuklidischer Geometrie bei Aristoteles

AUTHOR Tth, Imre; Toth, Imre
PUBLISHER de Gruyter (07/27/2010)
PRODUCT TYPE Hardcover (Hardcover)

Description

Im Corpus Aristotelicum sind 18 Stellen nachweisbar, an denen Aristoteles dem fundamentalen Theorem der euklidischen Geometrie von der Gleichheit der Dreieckswinkelsumme formal entgegengesetzte - also nichteuklidische - Aussagen zitiert. Es ist aus dem Kontext zu entnehmen, dass diese Aussagen im Rahmen eines von den Geometern der Akademie unternommenen Versuchs entstanden, den Fundamentalsatz der euklidischen Geometrie auf indirektem Weg zu beweisen. Der Versuch scheiterte, die dem Beweisvorgang zu Grunde gelegten, nichteuklidischen Aussagen blieben unwiderlegt, und Aristoteles vertrat schlie lich die Auffassung, dass die Alternative "euklidisch - nichteuklidisch" unentscheidbar sei. In den der menschlichen Freiheit gewidmeten Kapiteln seiner Ethiken bringt er daher als einziges Beispiel, um die Freiheit von Wahl und Entscheidung des handelnden Subjekts zu illustrieren, die unentschiedene und auf die Entscheidung des Subjekts wartende Alternative der Behauptung oder Negation der Gleichheit der Dreieckswinkelsumme mit zwei rechten Winkeln.

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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783110224153
ISBN-10: 3110224151
Binding: Hardback or Cased Book (Sewn)
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 449
Carton Quantity: 16
Product Dimensions: 6.40 x 1.20 x 9.20 inches
Weight: 1.70 pound(s)
Feature Codes: Bibliography, Index, Table of Contents, Illustrated
Country of Origin: DE
Subject Information
BISAC Categories
Philosophy | History & Surveys - Ancient & Classical
Philosophy | History & Philosophy
Philosophy | Epistemology
Grade Level: Post Graduate - Post Graduate
Dewey Decimal: 516.9
Library of Congress Control Number: 2010017147
Descriptions, Reviews, Etc.
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Im Corpus Aristotelicum sind 18 Stellen nachweisbar, an denen Aristoteles dem fundamentalen Theorem der euklidischen Geometrie von der Gleichheit der Dreieckswinkelsumme formal entgegengesetzte - also nichteuklidische - Aussagen zitiert. Es ist aus dem Kontext zu entnehmen, dass diese Aussagen im Rahmen eines von den Geometern der Akademie unternommenen Versuchs entstanden, den Fundamentalsatz der euklidischen Geometrie auf indirektem Weg zu beweisen. Der Versuch scheiterte, die dem Beweisvorgang zu Grunde gelegten, nichteuklidischen Aussagen blieben unwiderlegt, und Aristoteles vertrat schlie lich die Auffassung, dass die Alternative "euklidisch - nichteuklidisch" unentscheidbar sei. In den der menschlichen Freiheit gewidmeten Kapiteln seiner Ethiken bringt er daher als einziges Beispiel, um die Freiheit von Wahl und Entscheidung des handelnden Subjekts zu illustrieren, die unentschiedene und auf die Entscheidung des Subjekts wartende Alternative der Behauptung oder Negation der Gleichheit der Dreieckswinkelsumme mit zwei rechten Winkeln.

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