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Pluralisierungen: Konzepte Zur Erfassung Der Frühen Neuzeit

PUBLISHER de Gruyter (08/27/2010)
PRODUCT TYPE Hardcover (Hardcover)

Description

Die Beiträge des Bandes diskutieren die Tragfähigkeit des Konzepts 'Pluralisierung' als Leitkonzept für die Erschlie ung der Frühen Neuzeit. Pluralisierung meint zunächst die Vermehrung der in einem Lebens- und Kulturbereich relevanten Repräsentationen der Wirklichkeit und bedeutet darüber hinaus die Emergenz von 'neuem' bzw. alternativem Wissen und das Entstehen kompetitiver Teilwirklichkeiten. Diese müssen aufeinander abgestimmt oder miteinander vermittelt werden. Dabei entstehen Formen des Dialogs über die Grenzen dieser Teilwelten hinweg, Konflikte werden ausgetragen und Wege der Konfliktbewältigung erprobt. Die von diesen Prozessen betroffenen Phänomene sind bekannt, etwa Konfessionalisierung, Ausdifferenzierung von Wissen, Verarbeitung der Begegnung mit der Neuen Welt, Ausbildung neuer Muster sozialen Verhaltens usw. Pluralisierung spielt sich erst in einem langen widerspruchsvollen Prozess ein, der in den Jahrzehnten um 1500 eine neue Dynamik entwickelt und in Konkurrenz zu Konzepten wie 'Dialogisierung', 'Konfessionalisierung', 'Individualisierung', 'Rationalisierung', 'Sozialdisziplinierung' usw. steht. Die Beiträge und Fallstudien in diesem Band analysieren diesen Prozess und geben wichtige Impulse für Grundlagen der Frühneuzeit-Forschung.

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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783110227161
ISBN-10: 3110227169
Binding: Hardback or Cased Book (Sewn)
Content Language: German
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Page Count: 338
Carton Quantity: 20
Product Dimensions: 6.40 x 0.90 x 9.20 inches
Weight: 1.35 pound(s)
Feature Codes: Bibliography, Index, Table of Contents, Illustrated
Country of Origin: DE
Subject Information
BISAC Categories
Literary Criticism | European - German
Literary Criticism | General
Literary Criticism | History & Surveys - Modern
Grade Level: Post Graduate - Post Graduate
Dewey Decimal: 305.8
Library of Congress Control Number: 2011502383
Descriptions, Reviews, Etc.
publisher marketing

Die Beiträge des Bandes diskutieren die Tragfähigkeit des Konzepts 'Pluralisierung' als Leitkonzept für die Erschlie ung der Frühen Neuzeit. Pluralisierung meint zunächst die Vermehrung der in einem Lebens- und Kulturbereich relevanten Repräsentationen der Wirklichkeit und bedeutet darüber hinaus die Emergenz von 'neuem' bzw. alternativem Wissen und das Entstehen kompetitiver Teilwirklichkeiten. Diese müssen aufeinander abgestimmt oder miteinander vermittelt werden. Dabei entstehen Formen des Dialogs über die Grenzen dieser Teilwelten hinweg, Konflikte werden ausgetragen und Wege der Konfliktbewältigung erprobt. Die von diesen Prozessen betroffenen Phänomene sind bekannt, etwa Konfessionalisierung, Ausdifferenzierung von Wissen, Verarbeitung der Begegnung mit der Neuen Welt, Ausbildung neuer Muster sozialen Verhaltens usw. Pluralisierung spielt sich erst in einem langen widerspruchsvollen Prozess ein, der in den Jahrzehnten um 1500 eine neue Dynamik entwickelt und in Konkurrenz zu Konzepten wie 'Dialogisierung', 'Konfessionalisierung', 'Individualisierung', 'Rationalisierung', 'Sozialdisziplinierung' usw. steht. Die Beiträge und Fallstudien in diesem Band analysieren diesen Prozess und geben wichtige Impulse für Grundlagen der Frühneuzeit-Forschung.

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