Mediävistische Kulturwissenschaft
| AUTHOR | Mller, Jan-Dirk; Muller, Jan-Dirk |
| PUBLISHER | de Gruyter (04/19/2010) |
| PRODUCT TYPE | Hardcover (Hardcover) |
Der Band vereinigt Studien der letzten 20 Jahre zu deutschen und lateinischen Texten aus Mittelalter und Frher Neuzeit. Sie entstammen Gattungen, die in den vorausgehenden Bchern des Autors zum Nibelungenlied, zum Minnesang und der hfischen Epik weniger thematisiert wurden: au ernibelungische Heldenepik, Novellistik, Geistliches Spiel, Narrensatire, Prosaroman, Enzyklopdie. Gemeinsam ist die Frage nach der Literarizitt von Texten in einer Zeit, in der es allenfalls Anstze zu einer Ausdifferenzierung eines relativ selbstndigen Systems 'Literatur' gibt. Die Vormoderne ist durch einen anderen Literaturbegriff geprgt. Literarische Texte erfllen pragmatische Funktionen (etwa die Narrenliteratur im Kontext von Sozialdisziplinierung), literarische Kommunikation ist in nicht-literarische kulturelle Praktiken eingebettet (etwa das Geistliche Spiel in den religise Kult), Wissensliteratur und fiktionale Texte sind nicht scharf getrennt (etwa Roman und historia). Zu diskutieren sind deshalb auch der zeitgenssische Literaturbegriff, seine theoretischen Grundlagen und medialen Voraussetzungen. Insofern sind die Studien alle theoriegeleitet, jedoch stets einzelfallbezogen. Sie verstehen sich als exemplarische Beitrge zu einer medivistischen Kulturwissenschaft, die im literarischen Text zentriert ist, diesen aber nach seiner Einbettung in gr ere Kontexte befragt.
Der Band vereinigt Studien der letzten 20 Jahre zu deutschen und lateinischen Texten aus Mittelalter und Frher Neuzeit. Sie entstammen Gattungen, die in den vorausgehenden Bchern des Autors zum Nibelungenlied, zum Minnesang und der hfischen Epik weniger thematisiert wurden: au ernibelungische Heldenepik, Novellistik, Geistliches Spiel, Narrensatire, Prosaroman, Enzyklopdie. Gemeinsam ist die Frage nach der Literarizitt von Texten in einer Zeit, in der es allenfalls Anstze zu einer Ausdifferenzierung eines relativ selbstndigen Systems 'Literatur' gibt. Die Vormoderne ist durch einen anderen Literaturbegriff geprgt. Literarische Texte erfllen pragmatische Funktionen (etwa die Narrenliteratur im Kontext von Sozialdisziplinierung), literarische Kommunikation ist in nicht-literarische kulturelle Praktiken eingebettet (etwa das Geistliche Spiel in den religise Kult), Wissensliteratur und fiktionale Texte sind nicht scharf getrennt (etwa Roman und historia). Zu diskutieren sind deshalb auch der zeitgenssische Literaturbegriff, seine theoretischen Grundlagen und medialen Voraussetzungen. Insofern sind die Studien alle theoriegeleitet, jedoch stets einzelfallbezogen. Sie verstehen sich als exemplarische Beitrge zu einer medivistischen Kulturwissenschaft, die im literarischen Text zentriert ist, diesen aber nach seiner Einbettung in gr ere Kontexte befragt.
