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Autorschaft und Autorität in den romanischen Literaturen des Mittelalters

PUBLISHER de Gruyter (12/14/2015)
PRODUCT TYPE Hardcover (Hardcover)

Description

Dieser literaturwissenschaftliche Sammelband geht von der allgemeinen Beobachtung aus, dass im Zeitalter des digitalen Autors die von der strukturalistischen und poststrukturalistischen Theoriebildung vorgebrachte Forderung nach dem Tod des Autors von der unaufhaltsamen, unkontrollierbaren Auflösung des Autors samt seiner Autorität über den eigenen Text überholt zu werden scheint. Diese Tendenz hat dazu beigetragen, dass der Autorschaftsdebatte - initiiert durch deren Wiederaufnahme auf neugermanistischer Seite - in den vergangenen Jahren verstärkt erneut auch die Aufmerksamkeit der altgermanistischen und mediolatinistischen Forschung, der Editionsphilologie wie der Rechtsgeschichte zuteil geworden ist.

Diesem sich neu eröffnenden Diskursrahmen trägt der Sammelband nun erstmals auch in romanistischer Perspektive Rechnung, indem seine Beiträge danach fragen, unter welchen Voraussetzungen, in welchen Kontexten, mit welchen Verfahren und in welchen Funktionszusammenhängen sich Autorschaft in den romanischen Literaturen des Mittelalters konstituiert. Im Zentrum der Untersuchungen steht dabei weniger der bereits gut erforschte Status des Autors an sich als vielmehr die für die Mittelalterforschung inzwischen zentrale Frage nach Verfahren und Mustern der Begründung von Autorschaft. Diese Fokussierung beruht auf der Annahme, dass die mittelalterliche Literatur grundsätzlich auf normative Konzepte referiert, deren exemplarischer Gültigkeitsnachweis den einzelnen Text wesentlich legitimiert. Autorität gewinnen die Texte dabei in der Regel durch Strategien autoritativer Absicherung - etwa durch den Bezug auf vorbildliche auctores, auf institutionelle Machtfaktoren sowie durch Strategien der Selbst-Authentifizierung.

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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783110370645
ISBN-10: 3110370646
Binding: Hardback or Cased Book (Sewn)
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 298
Carton Quantity: 20
Product Dimensions: 6.14 x 0.81 x 9.21 inches
Weight: 1.41 pound(s)
Feature Codes: Bibliography
Country of Origin: DE
Subject Information
BISAC Categories
Literary Criticism | European - Italian
Literary Criticism | European - French
Literary Criticism | Medieval
Library of Congress Control Number: 2015512198
Descriptions, Reviews, Etc.
jacket back

Die Beitrge dieses Bandes behandeln die Frage, unter welchen Voraussetzungen, in welchen Kontexten, mit welchen Verfahren und in welchen Funktionszusammenhngen sich Autorschaft in den romanischen Literaturen des Mittelalters konstituiert. Im Zentrum der Untersuchungen steht dabei weniger der bereits gut erforschte Status des Autors an sich als vielmehr die fr die Mittelalterforschung inzwischen zentrale Frage nach Verfahren und Mustern der Begrndung von Autorschaft.

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Dieser literaturwissenschaftliche Sammelband geht von der allgemeinen Beobachtung aus, dass im Zeitalter des digitalen Autors die von der strukturalistischen und poststrukturalistischen Theoriebildung vorgebrachte Forderung nach dem Tod des Autors von der unaufhaltsamen, unkontrollierbaren Auflösung des Autors samt seiner Autorität über den eigenen Text überholt zu werden scheint. Diese Tendenz hat dazu beigetragen, dass der Autorschaftsdebatte - initiiert durch deren Wiederaufnahme auf neugermanistischer Seite - in den vergangenen Jahren verstärkt erneut auch die Aufmerksamkeit der altgermanistischen und mediolatinistischen Forschung, der Editionsphilologie wie der Rechtsgeschichte zuteil geworden ist.

Diesem sich neu eröffnenden Diskursrahmen trägt der Sammelband nun erstmals auch in romanistischer Perspektive Rechnung, indem seine Beiträge danach fragen, unter welchen Voraussetzungen, in welchen Kontexten, mit welchen Verfahren und in welchen Funktionszusammenhängen sich Autorschaft in den romanischen Literaturen des Mittelalters konstituiert. Im Zentrum der Untersuchungen steht dabei weniger der bereits gut erforschte Status des Autors an sich als vielmehr die für die Mittelalterforschung inzwischen zentrale Frage nach Verfahren und Mustern der Begründung von Autorschaft. Diese Fokussierung beruht auf der Annahme, dass die mittelalterliche Literatur grundsätzlich auf normative Konzepte referiert, deren exemplarischer Gültigkeitsnachweis den einzelnen Text wesentlich legitimiert. Autorität gewinnen die Texte dabei in der Regel durch Strategien autoritativer Absicherung - etwa durch den Bezug auf vorbildliche auctores, auf institutionelle Machtfaktoren sowie durch Strategien der Selbst-Authentifizierung.

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