Selbstheilungskrfte Und Arzneimittelwirkungen: Synergien Und Grenzen
| AUTHOR | Sedlacek, Hans-Harald |
| PUBLISHER | de Gruyter (10/19/2016) |
| PRODUCT TYPE | Hardcover (Hardcover) |
Der Wille zur Gesundung, die Einsicht und das Wissen um die eigenen Krfte fr eine Heilung und das Vertrauen in die Wirkung der Arzneimittelbehandlung bestimmen das Ausma des Erfolges einer jeder rztlichen Behandlung.
Die Auswirkungen dieses Willens und die Mechanismen der Selbstheilung sind erst teilweise verstanden. ber kognitive und emotionale Prozesse werden Hormone, Peptide und Mediatoren ausgeschttet, welche mit unterschiedlichen Mechanismen alle Krpersysteme und Organe in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Von besonderer Bedeutung sind die Auswirkungen auf das autonome Nervensystem, auf die Immunantwort, das Hormonsystem und auf die unterschiedlichen Organfunktionen.
Die Selbstheilungskrfte greifen bei den unterschiedlichsten Erkrankungen und knnen untersttzt werden durch eine bestmgliche Ernhrung, durch Schlaf und durch regelm ige Krperbewegungen. Doch auch hier sind die Mechanismen und das Ausma nicht vollkommen verstanden, sind in vielen Bereichen die Annahmen und Lehrmeinungen widersprchlich.
Selbstheilungskrfte knnen eine Arzneimittelbehandlung untersttzen. Denn deren Wirkung wird verstrkt durch das Vertrauen in den Heilerfolg, nachweisbar durch den Placeboeffekt, fassbar in Placebo-kontrollierten klinischen Studien der wissenschaftlich orientierten, Evidenz-basierten Medizin. Andererseits knnen ngste vor Nebenwirkungen einer Arzneimittelbehandlung Nebenwirkungen verursachen oder verstrken (der Nocebo-Effekt) und hierdurch deren therapeutische Wirkung beeintrchtigen.
Jenseits dieser wissenschaftlich orientierten Medizin haben sich zahlreiche komplementre und alternative Behandlungsverfahren entwickelt, welche sich hufig beziehen auf persnliche, individuelle Erfahrungen oder Entdeckungen ihrer Begrnder. Sie erheben den Anspruch auf eine inidividualspezifische Wirkung, wollen lindern und heilen in Ergnzung zur Evidenz-basierten Medizin und trotzen deren Kritik.
Das Verbindende zwischen diesen alternativen Behandlungsverfahren und der wissenschaftlich orientierten Medizin ist das Vertrauen des Patienten in deren Heilwirkungen, sind die Selbstheilungskrfte, welche durch dieses Vertrauen aktiviert werden.
Behauptungen ber Heilwirkungen ber diesen Placeboeffekt hinaus sind fr jede Therapieform in klinischen Studien wissenschaftlich zu beweisen, gerade auch um den Gefahren der Tuschung und Selbsttuschung zu entgehen und um das Vertrauen des Patienten nicht zu missbrauchen.
Der Wille zur Gesundung, die Einsicht und das Wissen um die eigenen Krfte fr eine Heilung und das Vertrauen in die Wirkung der Arzneimittelbehandlung bestimmen das Ausma des Erfolges einer jeder rztlichen Behandlung.
Die Auswirkungen dieses Willens und die Mechanismen der Selbstheilung sind erst teilweise verstanden. ber kognitive und emotionale Prozesse werden Hormone, Peptide und Mediatoren ausgeschttet, welche mit unterschiedlichen Mechanismen alle Krpersysteme und Organe in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Von besonderer Bedeutung sind die Auswirkungen auf das autonome Nervensystem, auf die Immunantwort, das Hormonsystem und auf die unterschiedlichen Organfunktionen.
Die Selbstheilungskrfte greifen bei den unterschiedlichsten Erkrankungen und knnen untersttzt werden durch eine bestmgliche Ernhrung, durch Schlaf und durch regelm ige Krperbewegungen. Doch auch hier sind die Mechanismen und das Ausma nicht vollkommen verstanden, sind in vielen Bereichen die Annahmen und Lehrmeinungen widersprchlich.
Selbstheilungskrfte knnen eine Arzneimittelbehandlung untersttzen. Denn deren Wirkung wird verstrkt durch das Vertrauen in den Heilerfolg, nachweisbar durch den Placeboeffekt, fassbar in Placebo-kontrollierten klinischen Studien der wissenschaftlich orientierten, Evidenz-basierten Medizin. Andererseits knnen ngste vor Nebenwirkungen einer Arzneimittelbehandlung Nebenwirkungen verursachen oder verstrken (der Nocebo-Effekt) und hierdurch deren therapeutische Wirkung beeintrchtigen.
Jenseits dieser wissenschaftlich orientierten Medizin haben sich zahlreiche komplementre und alternative Behandlungsverfahren entwickelt, welche sich hufig beziehen auf persnliche, individuelle Erfahrungen oder Entdeckungen ihrer Begrnder. Sie erheben den Anspruch auf eine inidividualspezifische Wirkung, wollen lindern und heilen in Ergnzung zur Evidenz-basierten Medizin und trotzen deren Kritik.
Das Verbindende zwischen diesen alternativen Behandlungsverfahren und der wissenschaftlich orientierten Medizin ist das Vertrauen des Patienten in deren Heilwirkungen, sind die Selbstheilungskrfte, welche durch dieses Vertrauen aktiviert werden.
Behauptungen ber Heilwirkungen ber diesen Placeboeffekt hinaus sind fr jede Therapieform in klinischen Studien wissenschaftlich zu beweisen, gerade auch um den Gefahren der Tuschung und Selbsttuschung zu entgehen und um das Vertrauen des Patienten nicht zu missbrauchen.
