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Mythisches Erzählen bei Hermann Hesse und Thomas Mann

AUTHOR Knferl, Eva
PUBLISHER de Gruyter (09/20/2021)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description

Die Studie befasst sich mit der Verhältnisbestimmung von Mythos und Rationalität im modernen philosophischen und literarischen Diskurs. Ausgehend von einer Analyse der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Mythos um den Beginn des 20. Jahrhunderts werden zunächst Hermann Hesses und Thomas Manns jeweiliger Mythosbegriff untersucht, um im Anschluss daran ihr literarisches Mythenerzählen anhand von ausgewählten Romanen und Erzählungen zu beleuchten.
Obwohl Hesse und Mann beide in der Verbindung von Mythos und Psychologie einen humanistischen Zugang zum Mythos sehen, unterscheiden sich ihre Strategien zum Umgang mit mythischem Erzählen grundlegend. Während man Hermann Hesses Ansatz mit dem Schlagwort 'Mythos als Psychologie' umschreiben könnte, hat Thomas Mann für sein eigenes Mythenerzählen selbst die Formel 'Mythos plus Psychologie' geprägt. So sieht Mann in Mythen einen Ausdruck des Irrationalen, der durch psychologische Durchleuchtung und Ironisierung erst "ins Humane umfunktioniert" werden muss, um sich der politischen Instrumentalisierung entziehen zu können. Hermann Hesse dagegen schlie t sich an C. G. Jung an und interpretiert Mythen als Verbildlichung psychischer Prozesse und transrationaler Erfahrung, en die bereits inhärent humanistisch sind.

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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783110763683
ISBN-10: 3110763680
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 471
Carton Quantity: 16
Product Dimensions: 6.14 x 1.06 x 9.21 inches
Weight: 1.59 pound(s)
Country of Origin: DE
Subject Information
BISAC Categories
Literary Criticism | European - German
Literary Criticism | Fairy Tales, Folk Tales, Legends & Mythology
Descriptions, Reviews, Etc.
publisher marketing

Die Studie befasst sich mit der Verhältnisbestimmung von Mythos und Rationalität im modernen philosophischen und literarischen Diskurs. Ausgehend von einer Analyse der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Mythos um den Beginn des 20. Jahrhunderts werden zunächst Hermann Hesses und Thomas Manns jeweiliger Mythosbegriff untersucht, um im Anschluss daran ihr literarisches Mythenerzählen anhand von ausgewählten Romanen und Erzählungen zu beleuchten.
Obwohl Hesse und Mann beide in der Verbindung von Mythos und Psychologie einen humanistischen Zugang zum Mythos sehen, unterscheiden sich ihre Strategien zum Umgang mit mythischem Erzählen grundlegend. Während man Hermann Hesses Ansatz mit dem Schlagwort 'Mythos als Psychologie' umschreiben könnte, hat Thomas Mann für sein eigenes Mythenerzählen selbst die Formel 'Mythos plus Psychologie' geprägt. So sieht Mann in Mythen einen Ausdruck des Irrationalen, der durch psychologische Durchleuchtung und Ironisierung erst "ins Humane umfunktioniert" werden muss, um sich der politischen Instrumentalisierung entziehen zu können. Hermann Hesse dagegen schlie t sich an C. G. Jung an und interpretiert Mythen als Verbildlichung psychischer Prozesse und transrationaler Erfahrung, en die bereits inhärent humanistisch sind.

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