Hölderlins Nürtingen: Lebenswelt Und Literarischer Entwurf
| AUTHOR | Wittkop, Gregor |
| PUBLISHER | de Gruyter (06/14/1999) |
| PRODUCT TYPE | Hardcover (Hardcover) |
Hlderlins "Heimath" Das ist ein hochproblematischer Begriff. In ihm verbinden sich lebensgeschichtliche Details und poetische Konzepte auf eine Weise, die eine strikte Trennung von Biographie und Werkbetrachtung nicht zul t. Besonders die Lyrik nach 1800 verarbeitet geradezu 'private' Einzelheiten der Biographie: Die Gedichte rufen Namen von Freunden, Stdten, ja von Stra en und Hgeln auf, rcken auch Nrtinger Reminiszenzen mit solcher Deutlichkeit in den Vordergrund, da es unangemessen erscheint, von der "Heimath" nur in allgemeinen Begriffen zu reden. In seinen poetologischen Manuskripten hat Friedrich Hlderlin (1770-1843) dieses Verhltnis von Allgemeinem und Besonderem reflektiert und auf eine philosophische Grundlage gestellt. Umgekehrt diente ihm die dichterische Arbeit zur Deutung auch des eigenen Lebens, das er mehr und mehr im Licht mythischer Konfigurationen sehen wollte.
Die vorliegende Studie befa t sich mit dem Spannungsverhltnis von Lebenswelt und literarischem Entwurf am Beispiel der 'Vaterstadt' Nrtingen. Briefe und Dokumente, ergnzt um archivalische Recherchen, berichten zusammen mit Gedichten und philosophischen Programmen von der Problemgeschichte des Begriffs "Heimath" bei Hlderlin.
Hlderlins "Heimath" Das ist ein hochproblematischer Begriff. In ihm verbinden sich lebensgeschichtliche Details und poetische Konzepte auf eine Weise, die eine strikte Trennung von Biographie und Werkbetrachtung nicht zul t. Besonders die Lyrik nach 1800 verarbeitet geradezu 'private' Einzelheiten der Biographie: Die Gedichte rufen Namen von Freunden, Stdten, ja von Stra en und Hgeln auf, rcken auch Nrtinger Reminiszenzen mit solcher Deutlichkeit in den Vordergrund, da es unangemessen erscheint, von der "Heimath" nur in allgemeinen Begriffen zu reden. In seinen poetologischen Manuskripten hat Friedrich Hlderlin (1770-1843) dieses Verhltnis von Allgemeinem und Besonderem reflektiert und auf eine philosophische Grundlage gestellt. Umgekehrt diente ihm die dichterische Arbeit zur Deutung auch des eigenen Lebens, das er mehr und mehr im Licht mythischer Konfigurationen sehen wollte.
Die vorliegende Studie befa t sich mit dem Spannungsverhltnis von Lebenswelt und literarischem Entwurf am Beispiel der 'Vaterstadt' Nrtingen. Briefe und Dokumente, ergnzt um archivalische Recherchen, berichten zusammen mit Gedichten und philosophischen Programmen von der Problemgeschichte des Begriffs "Heimath" bei Hlderlin.
