»Bedenke Das Ende«: Zur Funktion Der Todesmahnung in Druckgraphischen Bildfolgen Des Dreißigjährigen Krieges
| AUTHOR | Knauer, Martin |
| PUBLISHER | de Gruyter (06/10/1997) |
| PRODUCT TYPE | Hardcover (Hardcover) |
Anders als es Jacques Callots berhmte Serie ber die Schrecken des Krieges vermuten l t, wurde der Drei igjhrige Krieg von den Zeitgenossen zumeist nicht als politisches Phnomen begriffen. Im Bereich druckgraphischer Bildfolgen berwiegen 'technologische Sachbilder', wobei das "Soldatenbchlein" ber den Waffengebrauch informiert und fr den Solddienst wirbt, whrend das "Capriccio" die knstlerisch-sthetische Seite des Militrlebens betont. Im Unterschied dazu geht es bei den Folgen von Hans Ulrich Franck und dem Monogrammisten CR (auch Christian Richter), die im Zentrum der Untersuchung stehen, um eine moralische Bewertung kriegerischen Handelns. Die Hauptthese der Arbeit lautet, da es sich hierbei eigentlich um 'bildliche' Erbauungsbcher handelt. Die drastisch vor Augen gestellte Schndlichkeit des Krieges und der von Soldaten begangenen Verbrechen dienen der Abschreckung. Mit diesem Ziel folgen die Serien einer Tradition der Todesmahnung, bei der sich sptmittelalterliche Formen wie die Ars moriendi sowie das Trost- und Sterbeschrifttum mit der humanistischen Auffassung von Zeit und Vergnglichkeit verbinden. So l t sich das von Franck verwendete biblische Motto "Bedenke das Ende" speziell in Totentanzfolgen des 17. Jahrhunderts nachweisen. Matthus Gundelachs Sterbebchlein sowie weitere knstlerische Zeugnisse aus dem Augsburger Umkreis zeigen, auf welch vielfltige Weise sich das berlieferte Memento mori mit dem Krieg und dem knstlerischen Selbstverstndnis der Gegenwart verknpfen konnte.
Anders als es Jacques Callots berhmte Serie ber die Schrecken des Krieges vermuten l t, wurde der Drei igjhrige Krieg von den Zeitgenossen zumeist nicht als politisches Phnomen begriffen. Im Bereich druckgraphischer Bildfolgen berwiegen 'technologische Sachbilder', wobei das "Soldatenbchlein" ber den Waffengebrauch informiert und fr den Solddienst wirbt, whrend das "Capriccio" die knstlerisch-sthetische Seite des Militrlebens betont. Im Unterschied dazu geht es bei den Folgen von Hans Ulrich Franck und dem Monogrammisten CR (auch Christian Richter), die im Zentrum der Untersuchung stehen, um eine moralische Bewertung kriegerischen Handelns. Die Hauptthese der Arbeit lautet, da es sich hierbei eigentlich um 'bildliche' Erbauungsbcher handelt. Die drastisch vor Augen gestellte Schndlichkeit des Krieges und der von Soldaten begangenen Verbrechen dienen der Abschreckung. Mit diesem Ziel folgen die Serien einer Tradition der Todesmahnung, bei der sich sptmittelalterliche Formen wie die Ars moriendi sowie das Trost- und Sterbeschrifttum mit der humanistischen Auffassung von Zeit und Vergnglichkeit verbinden. So l t sich das von Franck verwendete biblische Motto "Bedenke das Ende" speziell in Totentanzfolgen des 17. Jahrhunderts nachweisen. Matthus Gundelachs Sterbebchlein sowie weitere knstlerische Zeugnisse aus dem Augsburger Umkreis zeigen, auf welch vielfltige Weise sich das berlieferte Memento mori mit dem Krieg und dem knstlerischen Selbstverstndnis der Gegenwart verknpfen konnte.
