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Die Satzgliedanordnung Im Spanischen: Eine Diachrone Analyse

AUTHOR Neumann-Holzschuh, Ingrid
PUBLISHER de Gruyter (01/13/1998)
PRODUCT TYPE Hardcover (Hardcover)

Description

Thema der Arbeit ist die Entwicklung der Subjekt-Verb-Anordnung vom Alt- zum Neuspanischen und ihre Beschreibung mit Hilfe eines diskursfunktional orientierten Modells. In Teil I der Arbeit wird das 'Thetisch-Kategorischen-Modell' auf das Neuspanische angewendet und in Form einer Dynamisierung des Modells weiterentwickelt: Die pragmatischen Parameter Thetisch und Kategorisch werden nicht mehr als binäre Opposition, sondern als skalierbares Kontinuum betrachtet; zentrale Parameter sind hier 'Transitivität' im Sinne von Paul Hopper/Sandra Thompson, der semantisch-referentielle Status des Subjekts sowie die Anordnung SV oder VS. Teil II bildet eine systematische Analyse der altspanischen Satzgliedanordnung im Aussagesatz. Ausgehend von einem Korpus chronistischer Texte aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert wird gezeigt, da das Spanische im Laufe seiner historischen Entwicklung im Bereich des Thetischen nur wenige Veränderungen erfahren hat, wohingegen im Bereich des Kategorischen ein allmähliches Vordringen des SV-Musters zu beobachten ist. Bei diesem Wandel spielen diskurspragmatische Faktoren eine bislang nicht ausreichend gewürdigte Rolle. In Teil III werden die gewonnenen Erkenntnisse in einen allgemein-linguistischen Theorierahmen zur Wortstellungstypologie und -evolution eingebettet. Das Altspanische verfügt bei der kategoriellen Füllung der präverbalen Position im unmarkierten Satz über grö ere Freiheiten als das Neuspanische und weist wortstellungstypologisch zwei alternierende bzw. komplementäre Wortstellungsmuster auf. Die in der altspanischen Epoche zu beobachtenden Veränderungen implizieren eine zunehmende Grammatikalisierung ursprünglich pragmatisch bedingter Anordnungsmuster, was im Neuspanischen Einschränkungen im Bereich der positionellen Variabilität zur Folge hat.

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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783484522848
ISBN-10: 3484522844
Binding: Hardback or Cased Book (Sewn)
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 515
Carton Quantity: 14
Product Dimensions: 6.14 x 1.13 x 9.21 inches
Weight: 1.97 pound(s)
Country of Origin: DE
Subject Information
BISAC Categories
Foreign Language Study | Spanish
Foreign Language Study | Linguistics - Historical & Comparative
Foreign Language Study | Linguistics - Syntax
Grade Level: Post Graduate - Post Graduate
Dewey Decimal: 465
Library of Congress Control Number: 98140761
Descriptions, Reviews, Etc.
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Thema der Arbeit ist die Entwicklung der Subjekt-Verb-Anordnung vom Alt- zum Neuspanischen und ihre Beschreibung mit Hilfe eines diskursfunktional orientierten Modells. In Teil I der Arbeit wird das 'Thetisch-Kategorischen-Modell' auf das Neuspanische angewendet und in Form einer Dynamisierung des Modells weiterentwickelt: Die pragmatischen Parameter Thetisch und Kategorisch werden nicht mehr als binäre Opposition, sondern als skalierbares Kontinuum betrachtet; zentrale Parameter sind hier 'Transitivität' im Sinne von Paul Hopper/Sandra Thompson, der semantisch-referentielle Status des Subjekts sowie die Anordnung SV oder VS. Teil II bildet eine systematische Analyse der altspanischen Satzgliedanordnung im Aussagesatz. Ausgehend von einem Korpus chronistischer Texte aus dem 13., 14. und 15. Jahrhundert wird gezeigt, da das Spanische im Laufe seiner historischen Entwicklung im Bereich des Thetischen nur wenige Veränderungen erfahren hat, wohingegen im Bereich des Kategorischen ein allmähliches Vordringen des SV-Musters zu beobachten ist. Bei diesem Wandel spielen diskurspragmatische Faktoren eine bislang nicht ausreichend gewürdigte Rolle. In Teil III werden die gewonnenen Erkenntnisse in einen allgemein-linguistischen Theorierahmen zur Wortstellungstypologie und -evolution eingebettet. Das Altspanische verfügt bei der kategoriellen Füllung der präverbalen Position im unmarkierten Satz über grö ere Freiheiten als das Neuspanische und weist wortstellungstypologisch zwei alternierende bzw. komplementäre Wortstellungsmuster auf. Die in der altspanischen Epoche zu beobachtenden Veränderungen implizieren eine zunehmende Grammatikalisierung ursprünglich pragmatisch bedingter Anordnungsmuster, was im Neuspanischen Einschränkungen im Bereich der positionellen Variabilität zur Folge hat.

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