Kriminalität in ROM 1560-1585
| AUTHOR | Blastenbrei, Peter |
| PUBLISHER | de Gruyter (05/24/1995) |
| PRODUCT TYPE | Hardcover (Hardcover) |
Trotz umfangreicher Vorarbeiten ist die Sozialgeschichte Roms in der fr hen Neuzeit noch wenig erforscht. Dies gilt insbesondere f r die innerst dtische Kriminalit t, obwohl der Wert der Kriminalit tsforschung f r die Sozialgeschichte in au eritalienischen Arbeiten eindrucksvoll belegt ist. Die Untersuchung setzt an der berreichlichen Quellen berlieferung aus der Arbeit der r mischen Kriminalgerichte an, die den Zugang durch ihre Struktur wesentlich erleichtert. Zum Ausgangspunkt wurde die Justizreform Pius' IV. gew hlt, zum Schlu datum die Wahl Sixtus' V. Damit umfa t die Untersuchung die Pontifikate auf dem H hepunkt der Gegenreformation. Dennoch zeigt sich die Delinquenzlandschaft der Ewigen Stadt obrigkeitlichen Eingriffen gegen ber kaum beeinflu bar, auch nicht unter dem rigorosen Pius V. Vielmehr zeigt die r mische Kriminalit t in weitaus h herem Ma als bisher bekannt Gewaltdelinquenz als persistierende Lebensform. Im Verh ltnis zur viel geringeren Einwohnerzahl hat die r mische Gewaltkriminalit t die allt gliche Gewalt moderner Gro st dte eingeholt und berholt. W hrend die Eigentumsdelinquenz deutlich erst auf dem zweiten Platz folgt, spielten materielle Motive ihrerseits eine berragende Rolle bei der Genese der r mischen Alltagsgewalt, besonders das allgegenw rtige Schuldenproblem. Deutlich l t sich eine offen ablehnende Haltung weiter Bev lkerungskreise gegen die Arbeit der Justiz und ihrer Organe erkennen, die wahrscheinlich auf die Spur der Entstehung des bis heute in Italien sp rbaren Ph nomens der omert f hren kann.
Trotz umfangreicher Vorarbeiten ist die Sozialgeschichte Roms in der fr hen Neuzeit noch wenig erforscht. Dies gilt insbesondere f r die innerst dtische Kriminalit t, obwohl der Wert der Kriminalit tsforschung f r die Sozialgeschichte in au eritalienischen Arbeiten eindrucksvoll belegt ist. Die Untersuchung setzt an der berreichlichen Quellen berlieferung aus der Arbeit der r mischen Kriminalgerichte an, die den Zugang durch ihre Struktur wesentlich erleichtert. Zum Ausgangspunkt wurde die Justizreform Pius' IV. gew hlt, zum Schlu datum die Wahl Sixtus' V. Damit umfa t die Untersuchung die Pontifikate auf dem H hepunkt der Gegenreformation. Dennoch zeigt sich die Delinquenzlandschaft der Ewigen Stadt obrigkeitlichen Eingriffen gegen ber kaum beeinflu bar, auch nicht unter dem rigorosen Pius V. Vielmehr zeigt die r mische Kriminalit t in weitaus h herem Ma als bisher bekannt Gewaltdelinquenz als persistierende Lebensform. Im Verh ltnis zur viel geringeren Einwohnerzahl hat die r mische Gewaltkriminalit t die allt gliche Gewalt moderner Gro st dte eingeholt und berholt. W hrend die Eigentumsdelinquenz deutlich erst auf dem zweiten Platz folgt, spielten materielle Motive ihrerseits eine berragende Rolle bei der Genese der r mischen Alltagsgewalt, besonders das allgegenw rtige Schuldenproblem. Deutlich l t sich eine offen ablehnende Haltung weiter Bev lkerungskreise gegen die Arbeit der Justiz und ihrer Organe erkennen, die wahrscheinlich auf die Spur der Entstehung des bis heute in Italien sp rbaren Ph nomens der omert f hren kann.
