Landwirtschaft, Staat und Autarkie
| AUTHOR | Ntzenadel, Alexander; Nutzenadel, Alexander |
| PUBLISHER | de Gruyter (12/04/1997) |
| PRODUCT TYPE | Hardcover (Hardcover) |
In dieser Studie wird die Agrarpolitik des faschistischen Regimes in Italien erstmals auf breiter archivalischer Basis erforscht. Die ersten Kapitel untersuchen die ideologischen Grundlagen des faschistischen 'Ruralismus', die Strategien zur Herrschaftssicherung auf dem Land und den Aufbau der agrarpolitischen Institutionen. Der Hauptteil ist den gro en landwirtschaftlichen Kampagnen des Regimes gewidmet. Die 1925 begonnene 'Getreideschlacht' bildete den Auftakt des faschistischen Autarkieprogramms, das Italien von ausländischen Nahrungsmittelzufuhren unabhängig machen sollte. 1929 setzten die gro angelegten Urbarmachungs- und Siedlungsprogramme ein, die auf eine Stärkung des Bauernstandes und die Beseitigung der ländlichen Arbeitslosigkeit zielten. Die Untersuchung zeigt, da die Ziele der faschistischen Agrarpolitik nur partiell verwirklicht werden konnten. Während die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion dazu führte, da die agrarische Au enhandelsbilanz seit Anfang der drei iger Jahre positiv wurde, konnten die siedlungs- und sozialpolitischen Vorstellungen des Regimes nicht einmal ansatzweise realisiert werden. Der durch die staatlichen Ma nahmen verstärkte ökonomische Strukturwandel beschleunigte die Abwanderung von Arbeitskräften aus dem primären Sektor und bewirkte eine weitere Marginalisierung der Landwirtschaft. Das Scheitern der sozialen Neuordnungskonzeptionen führte seit Mitte der drei iger Jahre zu einem zunehmenden Konsensverlust des Faschismus innerhalb der ländlichen Bevölkerung. Verstärkt wurde dieses Phänomen durch die wirtschaftlichen Zwangsma nahmen gegenüber den bäuerlichen Produzenten und die Verschlechterung der Ernährungslage im Zuge der Autarkiepolitik.
In dieser Studie wird die Agrarpolitik des faschistischen Regimes in Italien erstmals auf breiter archivalischer Basis erforscht. Die ersten Kapitel untersuchen die ideologischen Grundlagen des faschistischen 'Ruralismus', die Strategien zur Herrschaftssicherung auf dem Land und den Aufbau der agrarpolitischen Institutionen. Der Hauptteil ist den gro en landwirtschaftlichen Kampagnen des Regimes gewidmet. Die 1925 begonnene 'Getreideschlacht' bildete den Auftakt des faschistischen Autarkieprogramms, das Italien von ausländischen Nahrungsmittelzufuhren unabhängig machen sollte. 1929 setzten die gro angelegten Urbarmachungs- und Siedlungsprogramme ein, die auf eine Stärkung des Bauernstandes und die Beseitigung der ländlichen Arbeitslosigkeit zielten. Die Untersuchung zeigt, da die Ziele der faschistischen Agrarpolitik nur partiell verwirklicht werden konnten. Während die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion dazu führte, da die agrarische Au enhandelsbilanz seit Anfang der drei iger Jahre positiv wurde, konnten die siedlungs- und sozialpolitischen Vorstellungen des Regimes nicht einmal ansatzweise realisiert werden. Der durch die staatlichen Ma nahmen verstärkte ökonomische Strukturwandel beschleunigte die Abwanderung von Arbeitskräften aus dem primären Sektor und bewirkte eine weitere Marginalisierung der Landwirtschaft. Das Scheitern der sozialen Neuordnungskonzeptionen führte seit Mitte der drei iger Jahre zu einem zunehmenden Konsensverlust des Faschismus innerhalb der ländlichen Bevölkerung. Verstärkt wurde dieses Phänomen durch die wirtschaftlichen Zwangsma nahmen gegenüber den bäuerlichen Produzenten und die Verschlechterung der Ernährungslage im Zuge der Autarkiepolitik.
