Wie Vorhersagbar Sind Grundschulnoten?: Prädiktionskraft Individueller Und Kontextspezifischer Merkmale
AUTHOR
Lintorf, Katrin
PUBLISHER
Vs Verlag Fur Sozialwissenschaften (10/31/2011)
PRODUCT TYPE
Paperback(Paperback)
Description
Katrin Lintorf beschäftigt sich mit individuellen und kontextuellen Prädiktoren von Grundschulnoten. Mittels Mehrebenenanalysen wird herausgestellt, dass auf individueller Ebene die Schulleistung erwartungsgemä der stärkste Prädiktor ist, aber auch motivational-volitionale Schülermerkmale kleinere Bezüge zur Fachnote aufweisen. Zu den wesentlichen Befunden auf der Aggregatebene zählen die Replikation des von Ingenkamp belegten Bezugsgruppeneffekts und die klassenspezifische Variabilität in der Gewichtung einzelner Notenprädiktoren. Damit bleiben Selektionsentscheidungen anhand von Schulnoten weiterhin problembehaftet. Zum einen wird dargelegt, dass dies nicht zwangsläufig den Lehrkräften anzulasten ist, und zum anderen wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten in der Praxis bestehen, diesem Problem Rechnung zu tragen.
Die kritische Betrachtung von Schulnoten hat eine lange Tradition. Aktuelle empirische Arbeiten zu diesem Thema sind jedoch selten. Anhand von Mehrebenenanalysen wird auf Basis der TIMSS 2007-Daten untersucht, welche individuellen und kontextuellen Merkmale Pradiktoren fur die Mathematik- und Sachkundenote sind. Die Befunde zeigen, dass neben kognitiven Merkmalen auch motivational-volitionale Schulermerkmale Bezuge zur Fachnote aufweisen. Dabei variiert deren Gewichtung zum Teil klassen- bzw. lehrerspezifisch. Damit bleiben Selektionsentscheidungen anhand von Schulnoten auch kunftig problembehaftet. Es wird dargelegt, dass dies nicht zwangslaufig den Lehrkraften anzulasten ist. Weiterhin werden Empfehlungen gegeben, wie diesem Problem in der Praxis Rechnung getragen werden kann.
Katrin Lintorf beschäftigt sich mit individuellen und kontextuellen Prädiktoren von Grundschulnoten. Mittels Mehrebenenanalysen wird herausgestellt, dass auf individueller Ebene die Schulleistung erwartungsgemä der stärkste Prädiktor ist, aber auch motivational-volitionale Schülermerkmale kleinere Bezüge zur Fachnote aufweisen. Zu den wesentlichen Befunden auf der Aggregatebene zählen die Replikation des von Ingenkamp belegten Bezugsgruppeneffekts und die klassenspezifische Variabilität in der Gewichtung einzelner Notenprädiktoren. Damit bleiben Selektionsentscheidungen anhand von Schulnoten weiterhin problembehaftet. Zum einen wird dargelegt, dass dies nicht zwangsläufig den Lehrkräften anzulasten ist, und zum anderen wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten in der Praxis bestehen, diesem Problem Rechnung zu tragen.