Die unheilige Allianz. Die Verwicklungen der IG Farben in den Zusammenbruch der Weimarer Republik und die Kriegsvorbereitungen
| AUTHOR | Knumann, Catrin; Knumann, Catrin |
| PUBLISHER | Grin Verlag (09/26/2007) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Historisches, Note: 1,7, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die im Jahre 1925/1926 gegründete Interessengemeinschaft Farben AG, kurz auch IG Farben genannt, war in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhun-derts der grö te Konzern Europas und das grö te Chemieunternehmen der ganzen Welt. Unter diesem Namen hatten sich sechs namhafte Unternehmen zusammen geschlossen - unter ihnen Höchst, Bayer und BASF. Vor Aus-bruch des ersten Weltkrieges hatte die deutsche Farbenindustrie eine Monopolstellung auf dem Weltmarkt gehabt. Zwei Jahrzehnte nach Been-digung des Krieges versuchten die Farbunternehmen, diese Position annähernd wieder zu erreichen. Im Nationalsozialismus wurde die IG Farben zu einem unverzichtbaren Teil der Kriegswirtschaft in Deutschland. Die im zweiten Weltkrieg geführte rücksichtslose Machtpolitik wurde durch die IG Farben ermöglicht, die Deutschland eine Unabhängigkeit von Rohstofflieferungen erlaubte. Die Fabriken und Laboratorien der IG Farben stellten neben strategisch wichtigen Grundstoffen wie Öl, Nitraten, Gummi und Webgarnen, die es nicht als natürliche Vorkommen in Deutschland gab, auch Impfstoffe, Medikamente wie Sulfonamide, Salversan, Aspirin, Atabrin, sowie Giftstoffe und Raketentreibstoffe her. Hitlers Auftrag an die IG Farben lautete daher die deutsche Au enpolitik von den Fesseln zu befreien, die sie an die Ölquellen und Kautschukplantagen der eigenen Feinde festband. Über einen Zeitraum von über fünf Jahren fuhren deutsche Panzer, Flugzeuge und Lastwagen mit den von der IG hergestellten Kraftstoffen und Reifen. Menschen aus den besiegten Ländern wurden zu Zwangsarbeitern in der deutschen Kriegsproduktion, so auch in der IG Farben. Auch in Auschwitz war die IG Farben beteiligt. Sie wählte diesen Standort für eine gigantische Anlage zur Herstellung von synthetischen Gummis und Ölen. Bei den Nürnberger Prozessen wurden 24 der höchste
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Product Details
ISBN-13:
9783638764438
ISBN-10:
3638764435
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
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Page Count:
24
Carton Quantity:
294
Product Dimensions:
5.83 x 0.06 x 8.27 inches
Weight:
0.09 pound(s)
Country of Origin:
US
Subject Information
BISAC Categories
Political Science | Political Ideologies - General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Historisches, Note: 1,7, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die im Jahre 1925/1926 gegründete Interessengemeinschaft Farben AG, kurz auch IG Farben genannt, war in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhun-derts der grö te Konzern Europas und das grö te Chemieunternehmen der ganzen Welt. Unter diesem Namen hatten sich sechs namhafte Unternehmen zusammen geschlossen - unter ihnen Höchst, Bayer und BASF. Vor Aus-bruch des ersten Weltkrieges hatte die deutsche Farbenindustrie eine Monopolstellung auf dem Weltmarkt gehabt. Zwei Jahrzehnte nach Been-digung des Krieges versuchten die Farbunternehmen, diese Position annähernd wieder zu erreichen. Im Nationalsozialismus wurde die IG Farben zu einem unverzichtbaren Teil der Kriegswirtschaft in Deutschland. Die im zweiten Weltkrieg geführte rücksichtslose Machtpolitik wurde durch die IG Farben ermöglicht, die Deutschland eine Unabhängigkeit von Rohstofflieferungen erlaubte. Die Fabriken und Laboratorien der IG Farben stellten neben strategisch wichtigen Grundstoffen wie Öl, Nitraten, Gummi und Webgarnen, die es nicht als natürliche Vorkommen in Deutschland gab, auch Impfstoffe, Medikamente wie Sulfonamide, Salversan, Aspirin, Atabrin, sowie Giftstoffe und Raketentreibstoffe her. Hitlers Auftrag an die IG Farben lautete daher die deutsche Au enpolitik von den Fesseln zu befreien, die sie an die Ölquellen und Kautschukplantagen der eigenen Feinde festband. Über einen Zeitraum von über fünf Jahren fuhren deutsche Panzer, Flugzeuge und Lastwagen mit den von der IG hergestellten Kraftstoffen und Reifen. Menschen aus den besiegten Ländern wurden zu Zwangsarbeitern in der deutschen Kriegsproduktion, so auch in der IG Farben. Auch in Auschwitz war die IG Farben beteiligt. Sie wählte diesen Standort für eine gigantische Anlage zur Herstellung von synthetischen Gummis und Ölen. Bei den Nürnberger Prozessen wurden 24 der höchste
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