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Das Fernsehen als Mittel der Staatskommunikation und der ideologischen Apologetik in der DDR: Am Beispiel der Krimiserie "Polizeiruf 110"

AUTHOR Barthel, Torsten F.
PUBLISHER Grin Verlag (06/30/2009)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description
Masterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Medienrecht, Multimediarecht, Urheberrecht, Note: Sehr gut (16,5/20 Pkt.), Johannes Gutenberg-Universitt Mainz (Mainzer Medieninstitut), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema steht im Schnittpunkt mediengeschichtlicher, -politischer und -rechtlicher Fragestellungen. Zunchst werden die ideologischen und rechtlichen Grundlagen der staatlichen Kommunikation durch das Fernsehen der DDR dargestellt. Die Verfassung der DDR, die einfachen Gesetze wie etwa das StGB (DDR) und untergesetzliche Rechtsnormen bestimmten den Handlungsrahmen. Von faktisch wesentlich gr erer Bedeutung war die konkretisierende Ausgestaltung des durch die marxistisch-leninistisch geprgte Staatsideologie determinierten Programmauftrags des Fernsehens durch die Politik der SED, insbesondere durch Parteitagsbeschlsse und Entscheidungen des ZK. Dabei hat eine Abkehr weg von der offensichtlichen Indoktrination hin zu einer Ideologisierung des Massenpublikums durch Elemente der Unterhaltung stattgefunden. Dieser Weg lsst sich exemplarisch anhand der Fernseh-Krimireihe "Polizeiruf 110" nachzeichnen. Zu betrachten sind hier Programminhalte, -auftrag und -sthetik. Paradigmatisch lassen dabei sich die Charakteristika des DDR-Mediensystems, nmlich Planung, Lenkung und Kontrolle der Medien durch den Staats- und Parteiapparat, nachweisen. Die Funktion der Massenmedien in der DDR wurde von den Akteuren des Systems als Herrschaftsmittel gesehen: "Die sozialistischen Massenmedien leisten als Fhrungs- und Kampfinstrumente der Partei der Arbeiterklasse und des sozialistischen Staates ihren Beitrag zur Vernderung der gesellschaftlichen Wirklichkeit mittels spezifischer journalistischer bzw. knstlerischer Mittel." Von Interesse ist in diesem Zusammenhang die berlegung, ob die gro e Popularitt der Sendereihe nicht auch mit einer eine "Ersatzffentlichkeit" schaffenden, politisch unterdrckte gesellschaftliche Probleme diskutierenden Ventilwirkung in der pu
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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783640361571
ISBN-10: 3640361571
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
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Page Count: 120
Carton Quantity: 58
Product Dimensions: 5.83 x 0.28 x 8.27 inches
Weight: 0.37 pound(s)
Country of Origin: US
Subject Information
BISAC Categories
Law | General
Descriptions, Reviews, Etc.
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Masterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Medienrecht, Multimediarecht, Urheberrecht, Note: Sehr gut (16,5/20 Pkt.), Johannes Gutenberg-Universitt Mainz (Mainzer Medieninstitut), Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema steht im Schnittpunkt mediengeschichtlicher, -politischer und -rechtlicher Fragestellungen. Zunchst werden die ideologischen und rechtlichen Grundlagen der staatlichen Kommunikation durch das Fernsehen der DDR dargestellt. Die Verfassung der DDR, die einfachen Gesetze wie etwa das StGB (DDR) und untergesetzliche Rechtsnormen bestimmten den Handlungsrahmen. Von faktisch wesentlich gr erer Bedeutung war die konkretisierende Ausgestaltung des durch die marxistisch-leninistisch geprgte Staatsideologie determinierten Programmauftrags des Fernsehens durch die Politik der SED, insbesondere durch Parteitagsbeschlsse und Entscheidungen des ZK. Dabei hat eine Abkehr weg von der offensichtlichen Indoktrination hin zu einer Ideologisierung des Massenpublikums durch Elemente der Unterhaltung stattgefunden. Dieser Weg lsst sich exemplarisch anhand der Fernseh-Krimireihe "Polizeiruf 110" nachzeichnen. Zu betrachten sind hier Programminhalte, -auftrag und -sthetik. Paradigmatisch lassen dabei sich die Charakteristika des DDR-Mediensystems, nmlich Planung, Lenkung und Kontrolle der Medien durch den Staats- und Parteiapparat, nachweisen. Die Funktion der Massenmedien in der DDR wurde von den Akteuren des Systems als Herrschaftsmittel gesehen: "Die sozialistischen Massenmedien leisten als Fhrungs- und Kampfinstrumente der Partei der Arbeiterklasse und des sozialistischen Staates ihren Beitrag zur Vernderung der gesellschaftlichen Wirklichkeit mittels spezifischer journalistischer bzw. knstlerischer Mittel." Von Interesse ist in diesem Zusammenhang die berlegung, ob die gro e Popularitt der Sendereihe nicht auch mit einer eine "Ersatzffentlichkeit" schaffenden, politisch unterdrckte gesellschaftliche Probleme diskutierenden Ventilwirkung in der pu
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