Postmoderne Ansätze: Konstruktivismus
| AUTHOR | Anonym |
| PUBLISHER | Grin Verlag (11/23/2010) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges, Note: 1, Rheinisch-Westflische Technische Hochschule Aachen (Geographisches Institut), Veranstaltung: Empirische Methoden der Kulturgeographie, Sprache: Deutsch, Abstract: Zwei gro e Denkschulen durchstrmen seit jeher die Epistemologie (= Erkenntnistheorie), auf deren Grundlage wissenschaftliche Forschungen angestellt werden.1 Auf der einen Seite finden wir den Realismus, der mit dem Materialismus und dem Objektivismus stark einhergeht. Fr ihn typisch ist der (Aber-?)Glaube an die Macht der Zahlen und Messungen, an das entweder - oder, an das messbare, klassifizierbare und analysierbare Gute wie Schlechte, an Standardisierbarkeiten, und vor allem, dass die Welt samt ihrer Werte und Bedeutungen au erhalb von uns und unabhngig von uns existiert, so wie sie uns eben erscheint. Seit Anbruch der postmodernen ra hat der Konstruktivismus mit dieser Sichtweise signifikant gebrochen: Er vereint subjektivistische und idealistische Strmungen, die epistemologische Objektivitt hat hier abgedankt. Denn der Konstruktivismus erkennt in Objekten nur noch rein subjektiv konstruierte Erfindungen, und zwar die verschiedensten in einer schier unendlichen Anzahl, und behauptet: Die eine, objektive Wirklichkeit gibt es nicht! Aber warum Erfindungen? Wir knnen die Welt nur ber Reize empfangen, fr welche wir auch Sinne entwickelt haben. Wir verfgen ber taktile, olfaktorische, optische und akustische Sinnesrezeptoren, die auf u ere Reize reagieren, und welche sie an das Gehirn weitervermitteln - allerdings in rein quantitativer Form, die etwas ber die Intensitt der Reize aussagt, und nicht aber ber ihre Qualitt. Erst in den hinteren Regionen des Gehirns setzt die bersetzung qualitativ neutraler Reize in die Erfindung von bedeutungsvollen und begrifflich erklrbaren Konstruktionen ein.2 [...] 1 Vgl. Albertine Devilder: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Bochum 2001, http: //www.boag.de
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ISBN-13:
9783640756506
ISBN-10:
3640756509
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
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Page Count:
40
Carton Quantity:
204
Product Dimensions:
5.50 x 0.08 x 8.50 inches
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0.13 pound(s)
Country of Origin:
US
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BISAC Categories
Science | Earth Sciences - Geography
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges, Note: 1, Rheinisch-Westflische Technische Hochschule Aachen (Geographisches Institut), Veranstaltung: Empirische Methoden der Kulturgeographie, Sprache: Deutsch, Abstract: Zwei gro e Denkschulen durchstrmen seit jeher die Epistemologie (= Erkenntnistheorie), auf deren Grundlage wissenschaftliche Forschungen angestellt werden.1 Auf der einen Seite finden wir den Realismus, der mit dem Materialismus und dem Objektivismus stark einhergeht. Fr ihn typisch ist der (Aber-?)Glaube an die Macht der Zahlen und Messungen, an das entweder - oder, an das messbare, klassifizierbare und analysierbare Gute wie Schlechte, an Standardisierbarkeiten, und vor allem, dass die Welt samt ihrer Werte und Bedeutungen au erhalb von uns und unabhngig von uns existiert, so wie sie uns eben erscheint. Seit Anbruch der postmodernen ra hat der Konstruktivismus mit dieser Sichtweise signifikant gebrochen: Er vereint subjektivistische und idealistische Strmungen, die epistemologische Objektivitt hat hier abgedankt. Denn der Konstruktivismus erkennt in Objekten nur noch rein subjektiv konstruierte Erfindungen, und zwar die verschiedensten in einer schier unendlichen Anzahl, und behauptet: Die eine, objektive Wirklichkeit gibt es nicht! Aber warum Erfindungen? Wir knnen die Welt nur ber Reize empfangen, fr welche wir auch Sinne entwickelt haben. Wir verfgen ber taktile, olfaktorische, optische und akustische Sinnesrezeptoren, die auf u ere Reize reagieren, und welche sie an das Gehirn weitervermitteln - allerdings in rein quantitativer Form, die etwas ber die Intensitt der Reize aussagt, und nicht aber ber ihre Qualitt. Erst in den hinteren Regionen des Gehirns setzt die bersetzung qualitativ neutraler Reize in die Erfindung von bedeutungsvollen und begrifflich erklrbaren Konstruktionen ein.2 [...] 1 Vgl. Albertine Devilder: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Bochum 2001, http: //www.boag.de
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