Was kann eine Theorie des gerechten Krieges heute leisten?: Diskussion des möglichen Beitrags der Theorie des gerechten Krieges zur Debatte um Legitim
| AUTHOR | Hummitzsch, Marius |
| PUBLISHER | Grin Verlag (12/31/2010) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,3, Justus-Liebig-Universität Gie en (Institut für Politikwissenschaften), Veranstaltung: Friedenspolitik, Sprache: Deutsch, Abstract: "In allen historischen Zeiten und in allen Zivilisationen hat es Kriege gegeben", so banal diese Aussage von Raymond Aron daherkommt, so grundlegend lassen sich Diskussionen um das kontinuierliche "Phänomen Krieg" daraus ableiten. Immer wieder tritt dabei die Frage nach den Legitimations- bzw. Rechtfertigungsgrundlagen von Kriegen in den Vordergrund und eröffnet damit den gro en Diskussionsschwerpunkt, wann ein Krieg gerechtfertigt sei. Dass die "Tendenz zur Rechtfertigung, der Wille zur Legitimierung [...] mehr Gelegenheiten zu Streitigkeiten [...] [schaffen, ] als sie gestatten, die Prozesse zwischen Staaten zu schlichten", erweist sich dabei als wohl kaum zu bestreitende These. Auch wenn Aron die sog. "Neuen Kriege" 1986 freilich noch nicht kannte, so entpuppt sich jedoch die Frage nach legitimierten oder, um sich dem zentralen Gegenstand der Arbeit weiter anzunähern, gerechten Kriegen als ein traditionelles und prägendes Problem der Menschheitsgeschichte. Immer wieder - mal intensiver, mal abgeschwächter - wurde seit Cicero (106-43 v.Chr.) in der Diskussion um Legitimation von Kriegen die sog. "Theorie des gerechten Krieges" aufgegriffen und kontinuierlich weiterentwickelt. Gerade seit dem Irak-Krieg 2003 erlebt die Theorie eine echte Wiederbelebung und gibt mir den Anlass danach zu fragen, was die Theorie eigentlich charakterisiert und inwiefern sie unter den modernen ordnungspolitischen Strukturen der Welt als "Werkzeug" geeignet erscheint, Urteile über die Legitimation von Kriegen zu fällen. Um dieser Frage angemessen nachgehen zu können, werde ich zunächst die Tradition der Theorie des gerechten Krieges in Kürze zurückverfolgen und danach die gültigen Kriterien darstellen (Kapitel 2). Nach diesem eher deskriptiven Part möc
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ISBN-13:
9783640786787
ISBN-10:
3640786785
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
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Page Count:
28
Carton Quantity:
252
Product Dimensions:
5.83 x 0.07 x 8.27 inches
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0.11 pound(s)
Country of Origin:
US
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BISAC Categories
Political Science | Security (National & International)
Political Science | General
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,3, Justus-Liebig-Universität Gie en (Institut für Politikwissenschaften), Veranstaltung: Friedenspolitik, Sprache: Deutsch, Abstract: "In allen historischen Zeiten und in allen Zivilisationen hat es Kriege gegeben", so banal diese Aussage von Raymond Aron daherkommt, so grundlegend lassen sich Diskussionen um das kontinuierliche "Phänomen Krieg" daraus ableiten. Immer wieder tritt dabei die Frage nach den Legitimations- bzw. Rechtfertigungsgrundlagen von Kriegen in den Vordergrund und eröffnet damit den gro en Diskussionsschwerpunkt, wann ein Krieg gerechtfertigt sei. Dass die "Tendenz zur Rechtfertigung, der Wille zur Legitimierung [...] mehr Gelegenheiten zu Streitigkeiten [...] [schaffen, ] als sie gestatten, die Prozesse zwischen Staaten zu schlichten", erweist sich dabei als wohl kaum zu bestreitende These. Auch wenn Aron die sog. "Neuen Kriege" 1986 freilich noch nicht kannte, so entpuppt sich jedoch die Frage nach legitimierten oder, um sich dem zentralen Gegenstand der Arbeit weiter anzunähern, gerechten Kriegen als ein traditionelles und prägendes Problem der Menschheitsgeschichte. Immer wieder - mal intensiver, mal abgeschwächter - wurde seit Cicero (106-43 v.Chr.) in der Diskussion um Legitimation von Kriegen die sog. "Theorie des gerechten Krieges" aufgegriffen und kontinuierlich weiterentwickelt. Gerade seit dem Irak-Krieg 2003 erlebt die Theorie eine echte Wiederbelebung und gibt mir den Anlass danach zu fragen, was die Theorie eigentlich charakterisiert und inwiefern sie unter den modernen ordnungspolitischen Strukturen der Welt als "Werkzeug" geeignet erscheint, Urteile über die Legitimation von Kriegen zu fällen. Um dieser Frage angemessen nachgehen zu können, werde ich zunächst die Tradition der Theorie des gerechten Krieges in Kürze zurückverfolgen und danach die gültigen Kriterien darstellen (Kapitel 2). Nach diesem eher deskriptiven Part möc
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