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Verkleidung und Cross-Dressing in der mittelalterlichen Literatur am Beispiel der Venusfahrt Ulrichs von Liechtenstein

AUTHOR Anonym; Anonymous; Anonym
PUBLISHER Grin Verlag (08/14/2011)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medivistik, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universitt Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Ulrich von Liechtenstein, geboren zu Beginn des 13. Jahrhunderts, nimmt in der Literatur des Mittelalters eine besondere Stellung ein. Sein um 1250 entstandenes Werk, der "Frauendienst", ist der erste Ich-Roman in deutscher Sprache und gilt als "einmaliges formales Experiment".1 Der epische Text umfasst 1850 Zeilen in den 58 Lieder, drei "Bchlein" und sieben "Briefe" eingebaut sind. Aber auch inhaltlich weist der Frauendienst einige Besonderheiten auf. Im Mittelpunkt steht der Protagonist, zugleich fiktiver Autor, dessen Leben als hfischer Minneritter mit all seinen Hoch- und Tiefpunkten geschildert wird. Er steht im Dienste seiner angebeteten, unerreichbaren Dame, wie es im hohen Minnesang, etwa bei Reimar dem Alten oder dem frhen Walther von der Vogelweide, hufig dargestellt ist.2 Doch ist Ulrichs Dame im ersten Teil des Frauendienstes besonders anspruchsvoll. Trotz aufopfernder, kreativer und oft schmerzhafter Einflle schafft er es nicht seine Dame zu berzeugen. Um seine Misserfolge auszugleichen hat er eine besonders ausgefallene Idee: "ich will in einer vrowen wis / durch si werben umbe pris".3 Zu Ehren seiner Minnedame organisiert Ulrich, als Liebesgttin Venus verkleidet, eine Turnierfahrt ber Krnten, die Steiermark und sterreich bis Bhmen. In der lteren Forschung wurde hufig diskutiert, ob der reale Ulrich von Liechtenstein tatschlich eine solche Kostmfahrt unternommen hat. Obwohl der Realittsgehalt der Venusfahrt heutzutage hchstem Ma e angezweifelt wird, lsst sich nicht leugnen, dass durch reale geographische Bezeichnungen und historisch belegte Personennamen, ein solcher Gedanke vom Autor durchaus provoziert wird. Welche Motivation also hatte einer der prominentesten und einflussreichsten Ministerialen seiner Zeit, in gewisser Weise sich selbst, als Frau beziehun
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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783640983490
ISBN-10: 3640983491
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 30
Carton Quantity: 236
Product Dimensions: 5.83 x 0.07 x 8.27 inches
Weight: 0.11 pound(s)
Feature Codes: Illustrated
Country of Origin: US
Subject Information
BISAC Categories
Language Arts & Disciplines | General
Language Arts & Disciplines | European - German
Descriptions, Reviews, Etc.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medivistik, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universitt Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Ulrich von Liechtenstein, geboren zu Beginn des 13. Jahrhunderts, nimmt in der Literatur des Mittelalters eine besondere Stellung ein. Sein um 1250 entstandenes Werk, der "Frauendienst", ist der erste Ich-Roman in deutscher Sprache und gilt als "einmaliges formales Experiment".1 Der epische Text umfasst 1850 Zeilen in den 58 Lieder, drei "Bchlein" und sieben "Briefe" eingebaut sind. Aber auch inhaltlich weist der Frauendienst einige Besonderheiten auf. Im Mittelpunkt steht der Protagonist, zugleich fiktiver Autor, dessen Leben als hfischer Minneritter mit all seinen Hoch- und Tiefpunkten geschildert wird. Er steht im Dienste seiner angebeteten, unerreichbaren Dame, wie es im hohen Minnesang, etwa bei Reimar dem Alten oder dem frhen Walther von der Vogelweide, hufig dargestellt ist.2 Doch ist Ulrichs Dame im ersten Teil des Frauendienstes besonders anspruchsvoll. Trotz aufopfernder, kreativer und oft schmerzhafter Einflle schafft er es nicht seine Dame zu berzeugen. Um seine Misserfolge auszugleichen hat er eine besonders ausgefallene Idee: "ich will in einer vrowen wis / durch si werben umbe pris".3 Zu Ehren seiner Minnedame organisiert Ulrich, als Liebesgttin Venus verkleidet, eine Turnierfahrt ber Krnten, die Steiermark und sterreich bis Bhmen. In der lteren Forschung wurde hufig diskutiert, ob der reale Ulrich von Liechtenstein tatschlich eine solche Kostmfahrt unternommen hat. Obwohl der Realittsgehalt der Venusfahrt heutzutage hchstem Ma e angezweifelt wird, lsst sich nicht leugnen, dass durch reale geographische Bezeichnungen und historisch belegte Personennamen, ein solcher Gedanke vom Autor durchaus provoziert wird. Welche Motivation also hatte einer der prominentesten und einflussreichsten Ministerialen seiner Zeit, in gewisser Weise sich selbst, als Frau beziehun
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