Vernichtung "lebensunwerten" Lebens während des Dritten Reichs
| AUTHOR | Krull, Nina |
| PUBLISHER | Grin Verlag (02/18/2014) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
Examensarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pdagogik - Pdagogische Soziologie, Note: 1,0, Technische Universitt Dortmund, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Verfolgung und Ermordung von Minderheiten whrend des Nationalsozialismus erscheinen aus heutiger Sicht menschenunwrdig und nicht nachvollziehbar. Hufig wird diese sogenannte 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' als ein Werk Adolf Hitlers bezeichnet. Tatschlich entstand die Idee von einer 'reinen' Gesellschaft nicht erst am Ende des 19. Jahrhunderts, vielmehr ist sie fast so alt wie die Menschheit selbst. Die Abwertung von Menschen sowie die 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' waren demnach das Ergebnis eines langen Prozesses (vgl. Klee 1991, 16 ff.), was vielen Menschen heute nicht bewusst ist. Die Kontinuitt dieser Idee von der Antike bis hin zu den Mordprogrammen der Nationalsozialisten wird in dieser Arbeit aufgezeigt. Die tatschliche 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' zwischen 1939 und 1945 ist der Hhepunkt rassenhygienischen Denkens, dem eine Vielzahl von Ma nahmen zur Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung von behinderten und kranken Menschen vorausging (vgl. Siemen 1999, 15). Dass die Nationalsozialisten bei der Durchfhrung der Sterilisierung 'erbkranker' Menschen zunchst in der Bevlkerung nur auf geringen Widerstand trafen, scheint aus dem heutigen Verstndnis heraus nicht fassbar. Betrachtet man jedoch die rassenhygienische Entwicklung, so wird das Handeln der Menschen nicht verstndlicher, aber es erscheint aus ihrer Sicht logisch. Die Verhinderung von 'lebensunwerten Lebens' wurde nicht nur allgemein in der Bevlkerung begr t, sondern auch die Einrichtungen der Behindertenpflege befrworteten die Einfhrung des 'Gesetzes zur Verhtung erbkranken Nachwuchses'. Dieser Untersttzung konnte sich Hitler bei der Ermordung des 'lebensunwerten Lebens' nicht sicher sein, weshalb er versuchte, die Morde zu verheimlichen. Die Ausgrenzungspolitik der Nationalsozialisten implizierte die Untersche
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ISBN-13:
9783656589891
ISBN-10:
3656589895
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
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Page Count:
164
Carton Quantity:
44
Product Dimensions:
5.83 x 0.38 x 8.27 inches
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0.49 pound(s)
Country of Origin:
US
Subject Information
BISAC Categories
Education | General
Education | Sociology - General
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Examensarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pdagogik - Pdagogische Soziologie, Note: 1,0, Technische Universitt Dortmund, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Verfolgung und Ermordung von Minderheiten whrend des Nationalsozialismus erscheinen aus heutiger Sicht menschenunwrdig und nicht nachvollziehbar. Hufig wird diese sogenannte 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' als ein Werk Adolf Hitlers bezeichnet. Tatschlich entstand die Idee von einer 'reinen' Gesellschaft nicht erst am Ende des 19. Jahrhunderts, vielmehr ist sie fast so alt wie die Menschheit selbst. Die Abwertung von Menschen sowie die 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' waren demnach das Ergebnis eines langen Prozesses (vgl. Klee 1991, 16 ff.), was vielen Menschen heute nicht bewusst ist. Die Kontinuitt dieser Idee von der Antike bis hin zu den Mordprogrammen der Nationalsozialisten wird in dieser Arbeit aufgezeigt. Die tatschliche 'Vernichtung lebensunwerten Lebens' zwischen 1939 und 1945 ist der Hhepunkt rassenhygienischen Denkens, dem eine Vielzahl von Ma nahmen zur Abwertung, Ausgrenzung und Diskriminierung von behinderten und kranken Menschen vorausging (vgl. Siemen 1999, 15). Dass die Nationalsozialisten bei der Durchfhrung der Sterilisierung 'erbkranker' Menschen zunchst in der Bevlkerung nur auf geringen Widerstand trafen, scheint aus dem heutigen Verstndnis heraus nicht fassbar. Betrachtet man jedoch die rassenhygienische Entwicklung, so wird das Handeln der Menschen nicht verstndlicher, aber es erscheint aus ihrer Sicht logisch. Die Verhinderung von 'lebensunwerten Lebens' wurde nicht nur allgemein in der Bevlkerung begr t, sondern auch die Einrichtungen der Behindertenpflege befrworteten die Einfhrung des 'Gesetzes zur Verhtung erbkranken Nachwuchses'. Dieser Untersttzung konnte sich Hitler bei der Ermordung des 'lebensunwerten Lebens' nicht sicher sein, weshalb er versuchte, die Morde zu verheimlichen. Die Ausgrenzungspolitik der Nationalsozialisten implizierte die Untersche
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