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Gewaltgedächtnisse: Analysen Zur Präsenz Vergangener Gewalt

PUBLISHER Springer vs (03/04/2021)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description

Gewalt hat stets eine Geschichte. Diese bezieht sich sowohl auf das, was vor einem Gewaltereignis geschehen ist, als auch darauf, was nach diesem Ereignis eintritt. Gedchtnissoziologisch gefasst, wirft dies Fragen nach den Verkettungen und Bahnungen von Gewalt im Verlauf der Zeit auf. Von zentraler Bedeutung ist hier das Moment der Strung sozialer Ordnung, welches Gewalthandeln ebenso auslsen kann, wie es aus diesem in der Regel resultiert. In der Folge kommt es dann zur gewaltsamen oder gewaltlosen (Re-)Konsolidierung sozialer Ordnung.

Die in diesem Band versammelten Beitrge analysieren sozialtheoretisch und anhand von Fallbeispielen, wie Gewalt fortgesetzt oder unterbrochen, verschwiegen oder thematisiert, legitimiert oder verurteilt wird. Auf diese Weise arbeiten sie Muster und Mechanismen von Sinn- beziehungsweise Strukturbildungsprozessen des gedchtnishaften und mitunter erinnernden Rckbezugs auf vergangene Gewaltereignisse heraus.


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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783658321413
ISBN-10: 3658321415
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 294
Carton Quantity: 26
Product Dimensions: 5.83 x 0.64 x 8.27 inches
Weight: 0.80 pound(s)
Feature Codes: Illustrated
Country of Origin: NL
Subject Information
BISAC Categories
Social Science | Sociology - General
Descriptions, Reviews, Etc.
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Die Einebnung antiker Sttten des Nahen und Mittleren Ostens durch Kmpfer des sogenannten 'Islamischen Staates' ist nicht einfach nur Vandalismus; es handelt sich vielmehr um eine gezielte Vernichtung von Erinnerungsstimuli und damit von bestimmten, an der Aura des Originals sich entzndenden Chancen der individuellen und kollektiven Herstellung kulturspezifischer Vergangenheitsbezge. Nicht dass durch einen solchen Angriff historisches Wissen per se verlorenginge - zerstrt werden jedoch die materialen Grundlagen kultureller Identitt: Der Vergewisserung ber Anfnge und Herkunft der Kultur fehlen wesentliche Anhaltspunkte. Doch nicht nur das gewaltsame Vorgehen gegen bedeutsame Dinge verweist auf Momente, wenn nicht sogar Politiken des Vergessenmachens; auch kollektives Tabuisieren oder Beschweigen, Redeverbote und Geheimhaltung dienen, wenn sie mit starker Sanktionsmacht versehen sind, der gewaltsamen Unterdrckung jedweder das gegenwrtige Verhalten und Handeln orientierenden Vergangenheitsbezge. Wir haben es hier folglich mit sozialem Erinnern zu tun, das auf unterschiedlichen Spielarten gewaltsam durchgefhrter Gedchtnismanipulation beruht, die immer auf die Vorbereitung von Prozessen eines (sozialen) Vergessens gerichtet ist.
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Gewalt hat stets eine Geschichte. Diese bezieht sich sowohl auf das, was vor einem Gewaltereignis geschehen ist, als auch darauf, was nach diesem Ereignis eintritt. Gedchtnissoziologisch gefasst, wirft dies Fragen nach den Verkettungen und Bahnungen von Gewalt im Verlauf der Zeit auf. Von zentraler Bedeutung ist hier das Moment der Strung sozialer Ordnung, welches Gewalthandeln ebenso auslsen kann, wie es aus diesem in der Regel resultiert. In der Folge kommt es dann zur gewaltsamen oder gewaltlosen (Re-)Konsolidierung sozialer Ordnung.

Die in diesem Band versammelten Beitrge analysieren sozialtheoretisch und anhand von Fallbeispielen, wie Gewalt fortgesetzt oder unterbrochen, verschwiegen oder thematisiert, legitimiert oder verurteilt wird. Auf diese Weise arbeiten sie Muster und Mechanismen von Sinn- beziehungsweise Strukturbildungsprozessen des gedchtnishaften und mitunter erinnernden Rckbezugs auf vergangene Gewaltereignisse heraus.


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