Wenn die Seele auf den Geist geht: Zur Tiefenpsychologie der Philosophiegeschichte
| AUTHOR | Schuett, Rolf Friedrich |
| PUBLISHER | Bod - Books on Demand (09/12/2018) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
Chronik der unbewussten Weltbilder Europas Sigmund Freud meinte, dass Philosophie eine der anst ndigsten Formen der Sublimierung verdr ngter Sexualit t, nichts weiter, ist. Am 28. 10. 1908 gab Freud in seiner Wiener Berggasse der ber hmten Mittwochgesellschaft z.B. zu Protokoll ber Friedrich Nietzsche: Durch die Krankheit vollst ndig vom Leben abgeschnitten, wendet er sich auf das einzige Forschungsobjekt, das ihm geblieben ist und das ihm als Homosexuellen ohnehin n her lag, an das Ich. - Und da beginnt er mit gro em Scharfsinn, gleichsam in endopsychischer Wahrnehmung, die Schichten seines Selbst zu erkennen. Er macht eine Reihe gl nzender Entdeckungen an seiner Person. Aber nun kommt die Krankheit: Er begn gt sich nicht damit, diese Zusammenh nge richtig zu erraten, sondern er projiziert die Erkenntnis, die er an sich gemacht hat, als Lebensanforderung nach au en. Das Lehrhafte, Pastorale, das in ihm vom Christus-Ideal steckt, kommt zu seiner psychologischen Einsicht hinzu ... Was ihn zu dieser ganz au ergew hnlichen Leistung bef higt hat, durch alle Schichtungen hindurch die Triebe zu erkennen, ist der Auflockerungsproze durch die (Lues-)Paralyse. Auch wenn niemand diesem programmatischen Reduktionismus mehr folgen m chte, wurden die Chancen einer Anwendung der Tiefenpsychologie nicht nur auf Neurosen, Tr ume und Mythen, sondern auch auf 'tief(gr ndig)e' Gedanken und ganze begriffliche Gedankengeb ude noch gar nicht recht ernst genommen. Die Arbeit geht aus von der These, dass Philosophie noch kaum ausgesch pft hat, was sie von Psychologen profitieren k nnte. Diese philosophischen berlegungen in psychologischen Auslegungen versuchen, nicht die prominenten Denker, sondern die einflussreichsten Wendepunkte der europ ischen Philosophiegeschichte ein wenig zu psychoanalysieren. I N H A L T: Platon und Aristoteles (griechische Antike) Hellenistisches Philosophieren Augustinus, Thomas von Aquin und andere mittelalterliche Denker Descartes und Pascal (
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Product Details
ISBN-13:
9783752897524
ISBN-10:
375289752X
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
More Product Details
Page Count:
362
Carton Quantity:
20
Product Dimensions:
5.83 x 0.81 x 8.27 inches
Weight:
1.04 pound(s)
Country of Origin:
US
Subject Information
BISAC Categories
Philosophy | General
Philosophy | Psychotherapy - Psychoanalysis
Descriptions, Reviews, Etc.
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Chronik der unbewussten Weltbilder Europas Sigmund Freud meinte, dass Philosophie eine der anst ndigsten Formen der Sublimierung verdr ngter Sexualit t, nichts weiter, ist. Am 28. 10. 1908 gab Freud in seiner Wiener Berggasse der ber hmten Mittwochgesellschaft z.B. zu Protokoll ber Friedrich Nietzsche: Durch die Krankheit vollst ndig vom Leben abgeschnitten, wendet er sich auf das einzige Forschungsobjekt, das ihm geblieben ist und das ihm als Homosexuellen ohnehin n her lag, an das Ich. - Und da beginnt er mit gro em Scharfsinn, gleichsam in endopsychischer Wahrnehmung, die Schichten seines Selbst zu erkennen. Er macht eine Reihe gl nzender Entdeckungen an seiner Person. Aber nun kommt die Krankheit: Er begn gt sich nicht damit, diese Zusammenh nge richtig zu erraten, sondern er projiziert die Erkenntnis, die er an sich gemacht hat, als Lebensanforderung nach au en. Das Lehrhafte, Pastorale, das in ihm vom Christus-Ideal steckt, kommt zu seiner psychologischen Einsicht hinzu ... Was ihn zu dieser ganz au ergew hnlichen Leistung bef higt hat, durch alle Schichtungen hindurch die Triebe zu erkennen, ist der Auflockerungsproze durch die (Lues-)Paralyse. Auch wenn niemand diesem programmatischen Reduktionismus mehr folgen m chte, wurden die Chancen einer Anwendung der Tiefenpsychologie nicht nur auf Neurosen, Tr ume und Mythen, sondern auch auf 'tief(gr ndig)e' Gedanken und ganze begriffliche Gedankengeb ude noch gar nicht recht ernst genommen. Die Arbeit geht aus von der These, dass Philosophie noch kaum ausgesch pft hat, was sie von Psychologen profitieren k nnte. Diese philosophischen berlegungen in psychologischen Auslegungen versuchen, nicht die prominenten Denker, sondern die einflussreichsten Wendepunkte der europ ischen Philosophiegeschichte ein wenig zu psychoanalysieren. I N H A L T: Platon und Aristoteles (griechische Antike) Hellenistisches Philosophieren Augustinus, Thomas von Aquin und andere mittelalterliche Denker Descartes und Pascal (
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