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Letzter Vorhang: Nachruf für Jan

AUTHOR Kabermann, Friedrich
PUBLISHER Books on Demand (06/02/2021)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description
Nachdem Aline Bussmann den Brief gelesen hatte, legte sie ihn beiseite. Er war vom 24. Oktober 1967 datiert und enthielt die Frage einer jungen Historikerin nach Lebenszeugnissen von Gorch Fock. Seit dessen 50. Todestag wurde Aline immer wieder mit derartigen Anliegen konfrontiert., als wre sie Gorch Focks Nachlassverwalterin. Sie war als junges Mdchen mit dem Dichter befreundet gewesen, vier reiche Jahre, die zugleich auch Schatten ber ihr Leben geworfen hatten. Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen, und der Brief liegt noch immer unbeantwortet auf dem Schreibtisch. Aline Bussmann ist beinahe achtzig und blickt auf ein bewegtes Leben zurck. Lange war sie am Hamburger Ohnsorg-Theater die beliebteste Schauspielerin gewesen und als Grande Dame der hanseatischen Kulturszene eine Institution. Begonnen hatte ihre Karriere vor fnfundfnfzig Jahren, in jener Zeit war sie auch Jan Kinau zum ersten Mal begegnet, alias Gorch Fock. Dessen Roman "Seefahrt ist not" war gerade erschienen und hatte seinen Verfasser ber Nacht berhmt gemacht. Mit ihm konnte sie ber ihre Trume sprechen, so ber den wichtigsten vom "Jahrhundert der Frau". In den letzten Jahren hatte sie sich fter gefragt, ob sie nicht Gorch Focks Briefe publizieren sollte. Die meisten davon waren Liebesbriefe - gehrten auch sie der ffentlichkeit? Aline Bussmann entschlie t sich, der jungen Historikerein endlich zu antworten, und zwar so, dass sie nicht nur ber Gorch Fock berichtet, sondern ber ihr Leben insgesamt. Doch aus der Niederschrift wird unversehens ein "Nachruf fr Jan", der Aline Bussmann berrascht. Sie steht am Ende ihres Lebens - reicht ihre Kraft fr den Briefband noch aus? Gern htte sie dem Freund das Kompliment zurckgegeben, das er ihr einst in seinem ersten Brief gemacht hatte: "Da steht ein Mensch". Was aber ist ein Mensch? "Manche werden posthum geboren, andere sterben ihr Leben lang", so der Anfang des Berichts und, wie es scheint, auch der Schluss. Doch der Schein trgt. Hatt
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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9783753482828
ISBN-10: 375348282X
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
More Product Details
Page Count: 122
Carton Quantity: 58
Product Dimensions: 5.00 x 0.29 x 8.00 inches
Weight: 0.31 pound(s)
Country of Origin: US
Subject Information
BISAC Categories
Fiction | Literary
Fiction | Biographical & Autofiction
Dewey Decimal: FIC
Descriptions, Reviews, Etc.
publisher marketing
Nachdem Aline Bussmann den Brief gelesen hatte, legte sie ihn beiseite. Er war vom 24. Oktober 1967 datiert und enthielt die Frage einer jungen Historikerin nach Lebenszeugnissen von Gorch Fock. Seit dessen 50. Todestag wurde Aline immer wieder mit derartigen Anliegen konfrontiert., als wre sie Gorch Focks Nachlassverwalterin. Sie war als junges Mdchen mit dem Dichter befreundet gewesen, vier reiche Jahre, die zugleich auch Schatten ber ihr Leben geworfen hatten. Inzwischen ist ein halbes Jahr vergangen, und der Brief liegt noch immer unbeantwortet auf dem Schreibtisch. Aline Bussmann ist beinahe achtzig und blickt auf ein bewegtes Leben zurck. Lange war sie am Hamburger Ohnsorg-Theater die beliebteste Schauspielerin gewesen und als Grande Dame der hanseatischen Kulturszene eine Institution. Begonnen hatte ihre Karriere vor fnfundfnfzig Jahren, in jener Zeit war sie auch Jan Kinau zum ersten Mal begegnet, alias Gorch Fock. Dessen Roman "Seefahrt ist not" war gerade erschienen und hatte seinen Verfasser ber Nacht berhmt gemacht. Mit ihm konnte sie ber ihre Trume sprechen, so ber den wichtigsten vom "Jahrhundert der Frau". In den letzten Jahren hatte sie sich fter gefragt, ob sie nicht Gorch Focks Briefe publizieren sollte. Die meisten davon waren Liebesbriefe - gehrten auch sie der ffentlichkeit? Aline Bussmann entschlie t sich, der jungen Historikerein endlich zu antworten, und zwar so, dass sie nicht nur ber Gorch Fock berichtet, sondern ber ihr Leben insgesamt. Doch aus der Niederschrift wird unversehens ein "Nachruf fr Jan", der Aline Bussmann berrascht. Sie steht am Ende ihres Lebens - reicht ihre Kraft fr den Briefband noch aus? Gern htte sie dem Freund das Kompliment zurckgegeben, das er ihr einst in seinem ersten Brief gemacht hatte: "Da steht ein Mensch". Was aber ist ein Mensch? "Manche werden posthum geboren, andere sterben ihr Leben lang", so der Anfang des Berichts und, wie es scheint, auch der Schluss. Doch der Schein trgt. Hatt
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