Untersuchungen Zum Einfluss Von Russ Im Ol Auf Den Motorenverschleiss -- Betrachtung Mechano-Chemischer Reaktionen
| AUTHOR | Antusch, Steffen |
| PUBLISHER | Logos Verlag Berlin (09/15/2008) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
Durch die immer knapper werdenden Erdolreserven und den damit verbundenen Kraftstoffpreiserhohungen sowie Abgasemissionslimitierungen verfolgt die Automobilindustrie mit Hochdruck die Entwicklung neuer Antriebsmoglichkeiten, allerdings konnen diese den Verbrennungsmotor als Antriebsaggregat im Fahrzeug in den kommenden Jahrzehnten nicht verdrangen. Motoren mit Direkteinspritzung stellen derzeit sowohl beim Diesel- als auch beim Ottomotor den Stand der Technik dar. Durch die Kombination von Direkteinspritzung und Turboaufladung lasst sich der Zielkonflikt zwischen Fahrdynamik und Kraftstoffverbrauch losen. Allerdings treten neben dem erwahnten enormen Potential der Leistungssteigerung und Kraftstoffeinsparung bei der Direkteinspritzung aber auch Nachteile auf. Zum einen kann zur Stickoxidreduzierung fur die mit Sauerstoffuberschuss betriebenen Motoren mit Direkteinspritzung der herkommliche Dreiwegekatalysator nicht mehr eingesetzt werden, zum anderen aussert sich die inhomogene Verteilung von Luft und Kraftstoff im Brennraum in einer unvollstandigen Verbrennung. Kohlenmonoxid, Stickoxide, unverbrannte und teilverbrannte Kohlenwasserstoffe sowie Russpartikelemissionen sind die Folge. Nach der Uberzeugung von Toxikologen sind die heute im Abgas von Verbrennungsmotoren enthaltenen Feinstpartikel ein Problem. Die gesundheitlichen Gefahrdungen gehen allerdings nicht von den Partikeln selbst, sondern von daran angelagerten Substanzen wie Kohlenwasserstoffen, Kraft- und Schmierolaerosolen und Sulfaten aus. Daher arbeitet die Automobilindustrie mit Nachdruck an der Schadstoffabsenkung, inner- wie aussermotorisch.Wie ist allerdings die Wechselwirkung dieser Nanopartikel mit Bauteilen im Brennraum? Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit Auswirkungen von motorischem Russ auf den Verschleiss und betrachtet physikalisch-chemische Aspekte, wie den Aufbau der Partikel, ebenso wie mechano-chemische Wechselwirkungen, die infolge der Partikel zum Verschleiss fuhren. Dabei erfolgte der Eintrag von motorischem Russ in das Schmierol unter gezielt eingestellten und reproduzierbaren Prufstandsbedingungen an modernen Otto- und Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. Zum Vergleich wurde synthetischer Russ in Frischol dispergiert. Mit Hilfe der Radionuklidtechnik (RNT) wurden diese Russole, zentrifugierten Ole und Frischole in Tribometerversuchen hinsichtlich ihres Verschleissverhaltens getestet und bewertet. Fur die Charakterisierung der verschiedenen Russe und im Tribometer verwendeten Bauteile erwies sich die Anwendung und Verknupfung verschiedener Analysemethoden wie hochauflosendeTransmissionselektronenmikroskopie (engl. high-resolution transmission electron microscopy, HRTEM), Elektronen-Energie-Verlustspektroskopie (engl. electron energy loss spectroscopy, EELS), Elektronen-Spin-Resonanz (ESR), Rontgen- Photoelektronen-Spektroskopie (engl. X-ray photoelectron spectroscopy, XPS), Auger- Elektronen-Spektroskopie (AES) und die Probenpraparation mittels fokussiertem Ionenstrahl engl. focused ion beam, FIB) als zielfuhrend. Es konnten umfangreiche Erkenntnisse uber die Eigenschaften von Russ, dessen Einfluss auf den Verschleiss von Bauteilen und die dabei wirkenden Mechanismen erlangt werden, mit denen ein neues Verschleissmodell aufgestellt wurde. Bedeutsam ist aber vor allem das Erkennen von Veranderungen der ersten EINHUNDERT Nanometer der Oberflachenschicht und das Verstehen der Verschleissmechanismen auf nanoskaliger Basis.
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Product Details
ISBN-13:
9783832520311
ISBN-10:
3832520317
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
More Product Details
Page Count:
164
Carton Quantity:
1
Country of Origin:
US
Subject Information
BISAC Categories
Technology & Engineering | General
Descriptions, Reviews, Etc.
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Durch die immer knapper werdenden Erdolreserven und den damit verbundenen Kraftstoffpreiserhohungen sowie Abgasemissionslimitierungen verfolgt die Automobilindustrie mit Hochdruck die Entwicklung neuer Antriebsmoglichkeiten, allerdings konnen diese den Verbrennungsmotor als Antriebsaggregat im Fahrzeug in den kommenden Jahrzehnten nicht verdrangen. Motoren mit Direkteinspritzung stellen derzeit sowohl beim Diesel- als auch beim Ottomotor den Stand der Technik dar. Durch die Kombination von Direkteinspritzung und Turboaufladung lasst sich der Zielkonflikt zwischen Fahrdynamik und Kraftstoffverbrauch losen. Allerdings treten neben dem erwahnten enormen Potential der Leistungssteigerung und Kraftstoffeinsparung bei der Direkteinspritzung aber auch Nachteile auf. Zum einen kann zur Stickoxidreduzierung fur die mit Sauerstoffuberschuss betriebenen Motoren mit Direkteinspritzung der herkommliche Dreiwegekatalysator nicht mehr eingesetzt werden, zum anderen aussert sich die inhomogene Verteilung von Luft und Kraftstoff im Brennraum in einer unvollstandigen Verbrennung. Kohlenmonoxid, Stickoxide, unverbrannte und teilverbrannte Kohlenwasserstoffe sowie Russpartikelemissionen sind die Folge. Nach der Uberzeugung von Toxikologen sind die heute im Abgas von Verbrennungsmotoren enthaltenen Feinstpartikel ein Problem. Die gesundheitlichen Gefahrdungen gehen allerdings nicht von den Partikeln selbst, sondern von daran angelagerten Substanzen wie Kohlenwasserstoffen, Kraft- und Schmierolaerosolen und Sulfaten aus. Daher arbeitet die Automobilindustrie mit Nachdruck an der Schadstoffabsenkung, inner- wie aussermotorisch.Wie ist allerdings die Wechselwirkung dieser Nanopartikel mit Bauteilen im Brennraum? Die vorliegende Arbeit beschaftigt sich mit Auswirkungen von motorischem Russ auf den Verschleiss und betrachtet physikalisch-chemische Aspekte, wie den Aufbau der Partikel, ebenso wie mechano-chemische Wechselwirkungen, die infolge der Partikel zum Verschleiss fuhren. Dabei erfolgte der Eintrag von motorischem Russ in das Schmierol unter gezielt eingestellten und reproduzierbaren Prufstandsbedingungen an modernen Otto- und Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. Zum Vergleich wurde synthetischer Russ in Frischol dispergiert. Mit Hilfe der Radionuklidtechnik (RNT) wurden diese Russole, zentrifugierten Ole und Frischole in Tribometerversuchen hinsichtlich ihres Verschleissverhaltens getestet und bewertet. Fur die Charakterisierung der verschiedenen Russe und im Tribometer verwendeten Bauteile erwies sich die Anwendung und Verknupfung verschiedener Analysemethoden wie hochauflosendeTransmissionselektronenmikroskopie (engl. high-resolution transmission electron microscopy, HRTEM), Elektronen-Energie-Verlustspektroskopie (engl. electron energy loss spectroscopy, EELS), Elektronen-Spin-Resonanz (ESR), Rontgen- Photoelektronen-Spektroskopie (engl. X-ray photoelectron spectroscopy, XPS), Auger- Elektronen-Spektroskopie (AES) und die Probenpraparation mittels fokussiertem Ionenstrahl engl. focused ion beam, FIB) als zielfuhrend. Es konnten umfangreiche Erkenntnisse uber die Eigenschaften von Russ, dessen Einfluss auf den Verschleiss von Bauteilen und die dabei wirkenden Mechanismen erlangt werden, mit denen ein neues Verschleissmodell aufgestellt wurde. Bedeutsam ist aber vor allem das Erkennen von Veranderungen der ersten EINHUNDERT Nanometer der Oberflachenschicht und das Verstehen der Verschleissmechanismen auf nanoskaliger Basis.
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