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Bruders Bekenntnis

AUTHOR Berend, Alice
PUBLISHER Culturea (01/29/2023)
PRODUCT TYPE Paperback (Paperback)

Description
Man sagt, da Steine nicht reden knnen. Blumen stumm sind. Baum und Strucher nichts sagen. Ich glaube das nicht. Wer sommertags vom Staub der Landstra e durch das schmiedeiserne Gitter auf die weiten Rasenflchen sah, wo ich meine ersten Tage vertummelte, mu te denken, da man es hier gut hatte. Hier im grnen Schatten khlatmender Stille. Schmale Wege durchschnitten den samtnen Grasteppich. Jeden Morgen frisch geharkt, befreit von jedem spitzen Stein. Umrahmt von Blumen und Gestruch. Die nicht der wehende Wind aus Laune oder Zufall dorthin gebracht. Sie waren von Rang und hohem Geblt. Trugen ihre Visitenkarte im Knopfloch ihres Bltenrocks. Mit Unbekannten verkehrte man hier nicht. Alle diese Wege, einen Stern in den Erdboden schneidend, fhrten zu einem wei en Haus. Mondkhl silberte es aus dunklem Grn. Am hei en Mittag wie vor Sonnenaufgang. Seine Schattenseite umrankten Rosen. Neben dem gro en Portal standen blhende Oleander in Reih und Glied wie Soldaten. Vorbergehende nannten dies Haus: Die Schachtel der Geborgenheit. Wer es nicht wu te, konnte von einem kleinen Kupferschild ablesen, da hier Senator Eberhaus wohnte. Ein andres Schild gab kund, da man hier Mitglied des Armenvereins war. Es ersuchte Bettler, sich nicht unntz zu bemhen und warnte vor den Hunden. Diese Hunde waren meine Mutter und ich. Meine Mutter hie Lonni. Sie stammte aus dem Geschlecht der Dobermann. Ihr Stammbaum hing eingerahmt im Jagdzimmer des Herrn Senators. Es gab niemanden in ihrer Familie, der nicht ffentliche Auszeichnungen aufzuweisen hatte. Auch meine Mutter selbst trug mehrere Med
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Product Format
Product Details
ISBN-13: 9791041905300
Binding: Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language: German
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Page Count: 116
Carton Quantity: 34
Product Dimensions: 7.44 x 0.24 x 9.69 inches
Weight: 0.49 pound(s)
Country of Origin: US
Subject Information
BISAC Categories
Fiction | Literary
Fiction | Classics
Dewey Decimal: FIC
Descriptions, Reviews, Etc.
publisher marketing
Man sagt, da Steine nicht reden knnen. Blumen stumm sind. Baum und Strucher nichts sagen. Ich glaube das nicht. Wer sommertags vom Staub der Landstra e durch das schmiedeiserne Gitter auf die weiten Rasenflchen sah, wo ich meine ersten Tage vertummelte, mu te denken, da man es hier gut hatte. Hier im grnen Schatten khlatmender Stille. Schmale Wege durchschnitten den samtnen Grasteppich. Jeden Morgen frisch geharkt, befreit von jedem spitzen Stein. Umrahmt von Blumen und Gestruch. Die nicht der wehende Wind aus Laune oder Zufall dorthin gebracht. Sie waren von Rang und hohem Geblt. Trugen ihre Visitenkarte im Knopfloch ihres Bltenrocks. Mit Unbekannten verkehrte man hier nicht. Alle diese Wege, einen Stern in den Erdboden schneidend, fhrten zu einem wei en Haus. Mondkhl silberte es aus dunklem Grn. Am hei en Mittag wie vor Sonnenaufgang. Seine Schattenseite umrankten Rosen. Neben dem gro en Portal standen blhende Oleander in Reih und Glied wie Soldaten. Vorbergehende nannten dies Haus: Die Schachtel der Geborgenheit. Wer es nicht wu te, konnte von einem kleinen Kupferschild ablesen, da hier Senator Eberhaus wohnte. Ein andres Schild gab kund, da man hier Mitglied des Armenvereins war. Es ersuchte Bettler, sich nicht unntz zu bemhen und warnte vor den Hunden. Diese Hunde waren meine Mutter und ich. Meine Mutter hie Lonni. Sie stammte aus dem Geschlecht der Dobermann. Ihr Stammbaum hing eingerahmt im Jagdzimmer des Herrn Senators. Es gab niemanden in ihrer Familie, der nicht ffentliche Auszeichnungen aufzuweisen hatte. Auch meine Mutter selbst trug mehrere Med
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