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Das Tabu und die Ambivalenz der GefÂhlsregungen
| AUTHOR | Freud, Sigmund |
| PUBLISHER | Independently Published (02/23/2020) |
| PRODUCT TYPE | Paperback (Paperback) |
Description
- Ta b u ist ein polynesisches Wort, dessen bersetzung uns Schwierigkeiten bereitet, weil wir den damit bezeichneten Begriff nicht mehr besitzen. Den alten R mern war er noch gel ufig; ihr s a c e r war dasselbe wie das Tabu der Polynesier.
- Auch das ἄ γ ο ς der Griechen, das K o d a u s c h der Hebr er mu das n mliche bedeutet haben, was die Polynesier durch ihr Tabu, viele V lker in Amerika, Afrika (Madagaskar), Nord- und Zentral-Asien durch analoge Bezeichnungen ausdr cken. Uns geht die Bedeutung des Tabu nach zwei entgegengesetzten Richtungen auseinander. Es hei t uns einerseits: heilig, geweiht, anderseits unheimlich, gef hrlich, verboten, unrein.
- Der Gegensatz von Tabu hei t im Polynesischen noa = gew hnlich, allgemein zug nglich. Somit haftet am Tabu etwas wie der Begriff einer Reserve, das Tabu u ert sich auch wesentlich in Verboten und Einschr nkungen. Unsere Zusammensetzung heilige Scheu w rde sich oft mit dem Sinn des Tabu decken.
- Die Tabubeschr nkungen sind etwas anderes als die religi sen oder die moralischen Verbote. Sie werden nicht auf das Gebot eines Gottes zur ckgef hrt, sondern verbieten sich eigentlich von selbst; von den Moralverboten scheidet sie das Fehlen der Einreihung in ein System, welches ganz allgemein Enthaltungen f r notwendig erkl rt und diese Notwendigkeit auch begr ndet.
- Die Tabuverbote entbehren jeder Begr ndung; sie sind unbekannter Herkunft; f r uns unverst ndlich, erscheinen sie jenen selbstverst ndlich, die unter ihrer Herrschaft stehen. Wu n d t nennt das Tabu den ltesten ungeschriebenen Gesetzeskodex der Menschheit. Es wird allgemein angenommen, da das Tabu lter ist als die G tter und in die Zeiten vor jeder Religion zur ckreicht. Da wir einer unparteiischen Darstellung des Tabu bed rfen, um dieses der psychoanalytischen Betrachtung zu unterziehen, lasse ich nun einen Auszug aus dem Artikel Taboo der Encyclopedia Britannica folgen, der den Anthropologen N o rt h c o t e W. Th oma szum Verfasser hat.
- Streng genommen umfa t tabu nur a) den heiligen (oder unreinen) Charakter von Personen oder Dingen, b) die Art der Beschr nkung, welche sich aus diesem Charakter ergibt und c) die Heiligkeit (oder Unreinheit), welche aus der Verletzung dieses Verbotes hervorgeht. Das Gegenteil von tabu hei t in Polynesien >n o a gew hnlichgemein
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Product Details
ISBN-13:
9798617267985
Binding:
Paperback or Softback (Trade Paperback (Us))
Content Language:
German
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Page Count:
48
Carton Quantity:
146
Product Dimensions:
5.98 x 0.11 x 9.02 inches
Weight:
0.18 pound(s)
Country of Origin:
US
Subject Information
BISAC Categories
Reference | General
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- Ta b u ist ein polynesisches Wort, dessen bersetzung uns Schwierigkeiten bereitet, weil wir den damit bezeichneten Begriff nicht mehr besitzen. Den alten R mern war er noch gel ufig; ihr s a c e r war dasselbe wie das Tabu der Polynesier.
- Auch das ἄ γ ο ς der Griechen, das K o d a u s c h der Hebr er mu das n mliche bedeutet haben, was die Polynesier durch ihr Tabu, viele V lker in Amerika, Afrika (Madagaskar), Nord- und Zentral-Asien durch analoge Bezeichnungen ausdr cken. Uns geht die Bedeutung des Tabu nach zwei entgegengesetzten Richtungen auseinander. Es hei t uns einerseits: heilig, geweiht, anderseits unheimlich, gef hrlich, verboten, unrein.
- Der Gegensatz von Tabu hei t im Polynesischen noa = gew hnlich, allgemein zug nglich. Somit haftet am Tabu etwas wie der Begriff einer Reserve, das Tabu u ert sich auch wesentlich in Verboten und Einschr nkungen. Unsere Zusammensetzung heilige Scheu w rde sich oft mit dem Sinn des Tabu decken.
- Die Tabubeschr nkungen sind etwas anderes als die religi sen oder die moralischen Verbote. Sie werden nicht auf das Gebot eines Gottes zur ckgef hrt, sondern verbieten sich eigentlich von selbst; von den Moralverboten scheidet sie das Fehlen der Einreihung in ein System, welches ganz allgemein Enthaltungen f r notwendig erkl rt und diese Notwendigkeit auch begr ndet.
- Die Tabuverbote entbehren jeder Begr ndung; sie sind unbekannter Herkunft; f r uns unverst ndlich, erscheinen sie jenen selbstverst ndlich, die unter ihrer Herrschaft stehen. Wu n d t nennt das Tabu den ltesten ungeschriebenen Gesetzeskodex der Menschheit. Es wird allgemein angenommen, da das Tabu lter ist als die G tter und in die Zeiten vor jeder Religion zur ckreicht. Da wir einer unparteiischen Darstellung des Tabu bed rfen, um dieses der psychoanalytischen Betrachtung zu unterziehen, lasse ich nun einen Auszug aus dem Artikel Taboo der Encyclopedia Britannica folgen, der den Anthropologen N o rt h c o t e W. Th oma szum Verfasser hat.
- Streng genommen umfa t tabu nur a) den heiligen (oder unreinen) Charakter von Personen oder Dingen, b) die Art der Beschr nkung, welche sich aus diesem Charakter ergibt und c) die Heiligkeit (oder Unreinheit), welche aus der Verletzung dieses Verbotes hervorgeht. Das Gegenteil von tabu hei t in Polynesien >n o a gew hnlichgemein
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